Verkehrsmuseum Dresden
Bild: Wuselig / CC BY-SA

Welche Museen in Dresden sollte man sich nicht entgehen lassen? Die Kulturstadt im Osten Deutschlands lockt mit einem breiten Spektrum an Ausstellungen – von der modernen und interaktiven Festung X-Perience bis hin zur beeindruckende Gemäldegalerie der Alten Meister.

Ach ja, und dann gibt es auch noch das Grüne Gewölbe, das 2019 nach einem Raub der Extraklasse überall in den Medien zu sehen war. Von so einer Vielfalt können viele Städte auf dieser Welt nur träumen – und Dresden muss sich da vor Megacitys wie Paris oder London nicht verstecken. Natürlich sind nicht alle Museen der Brüller. Wir haben euch hier jedenfalls 11 Museen in Dresden rausgesucht, in der sich jede Sekunde lohnt. Viel Spaß bei der Erkundung!

Kleiner Tipp vorweg: Die Dresden Welcome Card bietet für Dresden-Besucher Top-Konditionen und ist zu einem sehr günstigem Preis zu erhalten:

Dresdens 11 schönste Museen auf der Karte

Hier sind alle 11 Museen in Dresden auf der Karte eingezeichnet:

Das Grüne Gewölbe – die größte Schatzkammer Europas

Spätestens seit dem „Ocean’s Eleven“-mäßigen Diebstahl im November 2019, bei denen Diebe auf spektakuläre Art und Weise Juwelen im Wert von mehreren Millionen Euro gestohlen haben, ist das Grüne Gewölbe in aller Munde.

Euch interessieren die damaligen Schmuckstücke aus der Barockzeit? Dann seid ihr im hier genau richtig. In der wohl größten Schatzkammer Europas findet ihr eine Auswahl aus über 4000 Exponaten vom ehemaligen König von Sachsen, August dem Starken. Juwelierkunst von unschätzbarem Wert bringt euch ins Staunen und nimmt euch mit auf eine spannende Zeitreise. Die historische Auswahl beinhaltet eine große Auswahl an wertvollem Porzellan sowie Vergoldungen. Ein Besuch im Grünen Gewölbe lohnt sich definitiv – beim Anblick der funkelnden Diamanten und Edelsteinen werdet ihr euren Augen nicht trauen.

Diese einzigartigen Eindrücke sind ein wahres Highlight und versprechen einen Ausflug in eine andere Welt, den ihr sicherlich nicht mehr so schnell vergessen werdet.

Das Hygienemuseum – Ordnung, Disziplin und… Sauberkeit.

Deutsches Hygiene Museum
Bild: Jörg Gläscher

Im deutschen Hygienemuseum kommen nicht nur Wissenschaftler und Biologieliebhaber auf ihre Kosten. Die interessante Ausstellung sorgt für Begeisterung in allen Altersklassen und vermittelt einen sehr guten Eindruck in die Zusammenhänge unseres Körpers. Besonders bekannt ist der Ausstellungsbereich „Der Gläserne Mensch“, aber auch regelmäßige neue Sonderausstellungen sorgen dafür, dass keine Langeweile aufkommt.

Im Hygienemuseum gibt es viel zu entdecken und die Besucher sind immer wieder fasziniert, was unser Körper alles leistet. Dieses sehr komplexe Thema wird verständlich aufbereitet und auch kindgerecht dargestellt. Auch für die kleinen Besucher ist die Ausstellung geeignet und lädt dazu ein, viel auszuprobieren und spielerisch dazuzulernen. Eine wahre Erlebniswelt zum Anfassen, in der die Zeit wie im Flug vergeht.

Das Verkehrsmuseum Dresden

Verkehrsmuseum Dresden
Bild: NoRud / CC BY-SA

Für Mobilitätsbegeisterte ist das Verkehrsmuseum genau das Richtige. Hier erhaltet ihr Einblick in die Geschichte der verschiedenen Verkehrszweige und deren Entwicklung. Sowohl der Bereich der Eisenbahn, als auch der Luftverkehr und die Schifffahrt sind in der Ausstellung vertreten. Auch der wohl am meisten bekannte Bereich des Straßenverkehrs liefert Einblicke in die Weiterentwicklung der Mobilität.

Anhand von Autos, Motorrädern oder auch Fahrrädern werden die Fortschritte bis zur heutigen Zeit sichtbar und ebenso bei Sonderausstellungen zur Abwechslung kommen interessierte Besucher auf ihre Kosten.

Das Verkehrsmuseum bietet auch für Kinder Bereiche zum Experimentieren und Entdecken. Wolltet ihr schon immer mal in einer Dampflok sitzen oder eure Fähigkeiten in einem Verkehrsparcour auf die Probe stellen? Dann nichts wie los!

Festung X Pericence-Museum 2.0 – Interaktivität pur!

Mit einer virtuellen Führung lädt die Festung X Pericence-Museum 2.0 zu einem Ausflug in die Geschichte der Stadt Dresden ein. Die moderne multimediale Ausstellung begeistert euch an rund 25 Stationen mit 360-Grad Projektionen sowie 3-D Klängen und vermittelt dadurch lebensnahe Eindrücke.

Die realistischen Darstellungen lassen die damaligen Geschehnisse greifbar erscheinen, so dass du dich direkt in diese Zeit zurückersetzt fühlst. Hier wird Geschichte lebendig und ist alles andere als langweilig. Also seid dabei, lasst euch auf diese neue Erfahrung ein und taucht in die Vergangenheit ein. Erlebt die fesselnde Zeitreise hautnah und lasst euch diesen Ausflug auf keinen Fall entgehen! Auf den Spuren der Geschichte von Dresden – so nah wie noch nie.

Kindermuseum

Kindermuseum Dresden
Bild: © Ostdeutsche Sparkassenstiftung, Fotograf: Uwe Tölle

Das Kindermuseum ist ein Teil des deutschen Hygienemuseums. Es lädt als spezieller Bereich zum Erleben und natürlich auch zum Entdecken aller menschlichen Fähigkeiten ein. Hier könnt ihr alle Sinne des Menschen, vom Hören und Sehen bis hin zum Fühlen, Riechen und auch Schmecken selbst erforschen und an vielen Stationen ausprobieren. Erfahrt alles Wissenswerte über die faszinierenden Fähigkeiten des Körpers, die ihr jeden Tag als völlig normal voraussetzt.

Neben all dem Lernen könnt ihr euch aber auch im Spiegelkabinett eine Pause gönnen. Die zahlreichen Spiegelbilder können ganz schön für Verwirrung sorgen und garantieren auf jeden Fall eine Menge Spaß. Im Kindermuseum kommt keine Langeweile auf, hier gibt es immer viel zu entdecken.

Panometer Dresden – XXL-Projektionen der Extraklasse

Panometer Dresden
Bild: Tom Schulze © asisi

Riesige verschiedene Panoramabilder des Berliner Künstlers Yadegar Asisi zieren seit dem Jahr 2006 einen ehemaligen Gasspeicher, das jetzige Panometer Dresden. Die lebensnahen großen Bilder ermöglichen einen Rundumblick und sorgen für ein besonderes Museumserlebnis. Die sehr eindrucksvolle Ausstellung mit den halbjährlich wechselnden Themen „Dresden im Barock“ und „Dresden 1945“ verzaubert seine Besucher und präsentiert ein Stück spannende Zeitgeschichte.

Während Lichteffekte den normalen Tagesablauf simulieren, erhältst du eine noch realitätsnähere Vorstellung der damaligen Ereignisse. Der Blick von einer Aussichtsplattform ermöglicht zudem eine weitere Perspektive auf die gesamten Bilder. Auch die Filmsequenz im Anschluss an die Besichtigung veranschaulicht als guter Abschluss noch einmal die Erfahrungen von Zeitzeugen und vermittelt somit ein gelungenes Gesamtbild der Ausstellung. (Tickets)

Timeride Dresden: einfach mal kurz durch die Zeit reisen

Timeride Dresden
Bild: © Timeride Dresden

So einfach kann das Reisen in der Zeit sein: Das Timeride Dresden nutzt neueste Virtual-Reality-Technologie, um euch die Vergangenheit spürbar zu machen. Die virtuellen Kutschfahrt durch das historische Dresden führt euch am Zwinger vorbei, zeigt euch z. B. das glanzvolle Spiegelkabinett. Ihr seid zur Hochzeit von Friedrich August und Maria Josepha eingeladen. Tickets für das Erlebnis könnt ihr online buchen.

Das pompöse „Merkurfest“ ist mit all seinem Prunk und Luxus der beste Ort, um das ehemalige Dresden zu verstehen – und mittendrin zu sein! Dabei erlebt ihr genauer gesagt das Dresden des 18. Jahrhunderts. Die Architektur wie die Kleidung und Sprache der Menschen ist detailgetreu nachgebildet. So werdet ihr das realistische Gefühl haben, euch wirklich im Jahre 1719 zu befinden. Timeride ermöglicht eine Reise in die Vergangenheit, an die man sich auch in ferner Zukunft noch erinnern wird.

Museum im Residenzschloss

Etwas klassischer als das Timeride, doch genauso spannend ist das Residenzschloss. Mehrere Jahrhunderte alt, ist es schon von draußen gesehen ein echtes Erlebnis, Hinter seinen reich verzierten Fassen beherbergt das Gebäude die Staatliche Kunstsammlung. Dort findet iht unter anderem fast 300.000 historische Münzen, zahlreiche alte Kupferstiche von höchster Qualität. Im Neuen Grünen Gewölbe sind über 1.000 Kunststücke aus Renaissance und Barock ausgestellt, währen das Historische Grüne Gewölbe die schönsten Stücke Goldschmiedekunst zeigt.

Die Rüstkammer hingegen ist Heimat der weltweit größten Sammlung an Prunkwaffen. Auch Gewänder der Reformationszeit und des Barock könnt ihr in der Dauerausstellung bewundern, ebenso wie Fürstenmode aus der Renaissance und Kunstgegenstände aus dem 17. Jahrhundert.

Das Residenzschloss ist also doppelt interessant für alle Kunstliebhaber und Geschichtsinteressierte: von außen wie von innen!

Museen im Zwinger: Gemäldegalerie Alte Meister

Gemäldegalerie Alte Meister
Bild: © Jorge Royan / http://www.royan.com.ar

Ebenso beeindruckend wie die Architektur des Residenzschlosses ist die des Dresdner Zwingers. Vor allem sein Kronentor, ein Portalpavillon im Stile des italienischen Hochbarocks, ist international berühmt. Auch die prunkvoll angelegten Gärten des Zwingers sind einen Besuch allemal wert. Die Gemäldegalerie Alte Meister im Inneren des Zwingers wird seinem Namen gerecht: es beherbergt die Werke der größten Meister der letzten Jahrhunderte. Die „Sixtinische Madonna“ ist das wohl bekannteste. Im gleichen Saal befinden sich aber viele weitere Kunstwerke der italienischen Malerei aus dem 14. bis 17. Jahrhundert.

So könnt ihr durch die Säle und von Bild zu Bild wandern, und tief in Kunst des alten Italiens eintauchen. Auch zahlreiche Skulpturen werdet ihr in der Gemäldegalerie Alte Meister finden. Einige davon sind mehrere Jahrtausende alt und stammen z. B. aus dem alten Ägypten. Tickets gibt es hier.

Tipp: Nehmt an einer guten und günstigen Stadtführung über den Zwinger teil, um spannende Informationen zu erhalten.

Museen im Zwinger: Mathematisch-Physikalischer Salon

Im Zwinger findet ihr aber nicht nur erstklassige Kunst: auch ein wissenschaftliches Museum könnt ihr besuchen. Der Mathematisch-Physikalischer Salon zeigt die Entwicklung des menschlichen Verständnisses der Welt. Anhand von solch Stücken wie z. B. alten Uhren und des ersten Taschenrechnern könnt ihr eine Reise durch die Geschichte der Mathematik und Physik machen. Dies ist der beste Weg, um den heutigen Fortschritt wertschätzen zu können.

Auch Fans von Astronomie und Geografie kommen hier voll auf ihre Kosten: Im Ausstellungsraum „Universum der Globen“ entdeckt ihr unter anderem einen arabischen Himmelsglobus aus dem 13. Jahrhundert. All diese hochinteressanten Gegenstände und Kunstwerke befinden sich übrigens in den eleganten, reich verzierten Gängen und Sälen des Zwingers – die allein an sich schon äußerst sehenswert sind!

Militärhistorisches Museum Dresden: eine top moderne Mischung au Geschichte, Architektur und Kunst

In der Dresdner Altstadt steht das alte Arsenalgebäude, das 2011 neu eröffnet wurde. Der US-amerikanische Architekt Daniel Liebeskind hat es um einen modernen Stahlkeil erweitert, der weit über das alte Gebäude herausragt. Er erinnert an die Bombardierungen Dresdens während des zweiten Weltkrieges. Das Militärhistorisches Museum der Bundeswehr führt durch die Geschichte des Militärs in Deutschland vom Mittelalter bis heute.

Die Ausstellungsbereiche sind thematisch angeordnet und tragen Namen wie z. B. „Krieg und Spiel“. Ihr könnt über 10.000 Exponate bewundern, darunter Handfeuerwaffen und Stichwaffen, Militärtechnik und Uniformen. Besonders interessant sind die Experimental- und Versuchswaffen, sowie die teilweise sehr alten Revolver und Pistolen.

Auch Kunstinstallationen sind Teil des Angebotes des Museums, so z. B. das interaktive „The Hiroshima Thank You Instrument„ von Ingo Günther.

Mein Tipp für Dresden

Wenn ihr euch für Museen interessiert, solltet ihr unbedingt ein Auge auf die Dresden Welcome Card werfen, die kostenlosen Eintritt in viele Museen ermöglicht. Die Karte wird von der Stadt selbst herausgegeben und wird dementsprechend zu einem sehr günstigen Preis angeboten.

Mehr Museen und spannende Orte in Dresden

Lust auf (noch) mehr bekommen? Wusstet ihr, dass man in Dresden mit einer Schwebebahn fahren kann? Und dass es dort ganz besondere Passagen gibt? Neben der sehr interessanten Museumslandschaft gibt es noch viele andere spannende Orte zu erkunde. Schaut euch unsere Rubrik über Dresden für mehr Tipps und ungewöhnliche Orte an.

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