Schwebebahn Dresden
Bild: Norbert Aepli, Switzerland / CC BY

Die Schwebebahn in Dresden – Historische Fahrt mit Traumaussicht

Als Besucher der Stadt Dresden werdet Ihr sicher als Erstes die touristischen Hauptattraktionen der historischen Altstadt aufsuchen. Vielleicht lockt Euch auch die in den Reiseführern als Szeneviertel beschriebene Neustadt über die Augustusbrücke hinweg ans andere Elbufer. Bei so viel Sehens- und Erlebenswertem im Zentrum der sächsischen Landeshauptstadt , fehlt den Städtereisenden oft die Zeit für weitere Exkursionen.

Das hat der Dresdner Osten zu bieten!

Der östliche Teil der Stadt ist zwar nicht ein so starker Touristenmagnet wie Alt- und Neustadt, hat jedoch auch Einiges zu bieten. Wer also den Weg schon bis zum Schillerplatz in Blasewitz gefunden hat, vielleicht um das traditionsreiche Restaurant „Schillergarten“ aufzusuchen oder einen Blick auf das legendäre „Blaue Wunder“ zu erhaschen, sollte sich unbedingt Zeit nehmen für einen Abstecher zu den historischen Dresdner Bergbahnen, die sich ganz in der Nähe, an den gegenüberliegenden Elbhang schmiegen.

Die älteste Bergschwebebahn der Welt

Schwebebahn Dresden
Bild: hrs51 / CC BY
Schwebebahn Dresden
Bild: Bybbisch94; Christian Gebhardt / CC BY-SA

Sechs Jahre nach der Standseilbahn, die Loschwitz mit dem Stadtteil „Weißer Hirsch“ verbindet, erfolgte am 6. Mai 1901 die Inbetriebnahme der Schwebebahn zwischen Loschwitz und Oberloschwitz. Diese wurde – übrigens genau wie die Wuppertaler Schwebebahn – nach dem System von Eugen Langen konstruiert, einem Kölner Ingenieur. Die beiden Wagen werden entlang einer Schiene bewegt, welche auf 33 Stahlstützen ruht. Durch ein Zugseil, in Verbindung mit einer Fördermaschine in der Bergstation, werden die Wagenkästen, in denen vierzig Fahrgäste Platz finden, bewegt. Den Zweiten Weltkrieg überstand die Loschwitzer Schwebebahn unbeschadet. Seit 1975 steht sie unter Denkmalschutz und wurde seither mehrmals grundhaft saniert. In ihrer über hundertjährigen Geschichte kam es bisher nur zu zwei Unfällen, verursacht durch Fahrzeuge am Übergang über den Veilchenweg.

Mit 9 km/h hinaufschweben zur Bergstation

Schwebebahn Dresden
Bild: Bybbisch94; Christian Gebhardt / CC BY-SA
Schwebebahn Dresden
Bild: Steffen Müller / CC BY-SA

Einst als Verkehrsmittel für die Loschwitzer gedacht, um bequem von unten nach oben zu gelangen oder umgekehrt, überwindet die Bergschwebebahn noch heute auf 274 m Streckenlänge einen Höhenunterschied von ungefähr 84 m. Eine Fahrt dauert etwa 4,5 Minuten. Pro Stunde können 400 Passagiere befördert werden. An der Bergstation erwartet die Fahrgäste – seit der letzten großen Sanierung im Jahre 2001/2002 – eine Aussichtsplattform mit herrlichem Panoramablick auf das „Blaue Wunder“, die Stadt Dresden und das Elbtal. Bei guter Fernsicht entdeckt man die Sächsische Schweiz und das Erzgebirge. Außerdem können sich Technikinteressierte in einer Ausstellung über beide Bergbahnen informieren.

Eine Fahrt mit der Schwebebahn in Dresden ist ein wunderbares Erlebnis, das man auf keinen Fall verpassen sollte. Auch die Standseilbahn ist ein lohnenswertes Ausflugsziel.

Betreiber für beide Bahnen sind die Dresdner Verkehrsbetriebe.

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