Galionsfigurensaal im Altonaer Museum
Galionsfigurensaal im Altonaer Museum - Bild: SHMH / Sinje Hasheider

Welche Museen in Hamburg sollte man unbedingt besuchen? Die Stadt an der Elbe überrascht mit einer großen Museumsvielfalt – von internationalen Kunstschätzen über kulinarische Leckereien bis hin zu außergewöhnlichen Ausstellungen kommen Museumsliebhaber in Hamburg voll auf ihre Kosten.

Dass sich in der Hafenstadt vieles um das Meer, Exotismus aus aller Welt und Schifffahrt dreht, sollte dabei niemanden überraschen. Wir stellen euch in diesem Artikel die 17 spannendsten und sehenswertesten Museen in Hamburg vor.

Tipp: Die günstige Hamburg Card ermöglicht reduzierten Eintritt in einige der hier vorgestellten Museen. Wer sich für Kunst interessiert, sollte sich den Pass für die Kunstmeile anschauen.

#1 Das Hafenmuseum

Hafenmuseum Hamburg
Bild: Soluvo, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (cropped)
Hafenmuseum Hamburg
Bild: SHMH / Sinje Hasheider

Der Hamburger Hafen ist nicht nur der Motor der Wirtschaft in der Hansestadt, sondern das Wahrzeichen und gleichzeitig das beliebteste Ziel für Touristen – kein Wunder also, dass es ein Museum gibt, das sich mit der Historie des Hafens auseinandersetzt.

Im Hafenmuseum Hamburg kann man sich also mit der langen und wechselhaften Geschichte dieses bedeutenden und wundersamen Ortes beschäftigen, der die Hansestadt auf beiden Seiten der Elbe dominiert. Von der Geschichte des Hafens über das Wachstum in den letzten 100 Jahren bis hin zur Bedeutung für die Stadt, schaffen verschiedene Ausstellungen einen tiefen Einblick in diesen bedeutenden Teil Hamburgs.

Hafenmuseum Hamburg
Bild: SHMH / Sinje Hasheider

Darüber hinaus bietet das Hafenmuseum in regelmäßigen Abständen Sonderausstellungen. Mit seiner besonderen Lage im Freihafen Hamburg, einen heute hauptsächlich industriell genutzten Teil, bietet sich Platz und Spielraum für besondere Besuche auf Schiffen, für Sonderausstellungen verschiedener Art und für einen langen Spaziergang durch die alten Anlagen, die noch heute die Skyline von Hamburg aus der Ferne dominieren.

  • Adresse: Australiastraße, 20457 Hamburg
  • Eintritt/Preise: Erwachsene bezahlen 6,50 €. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren bezahlen keinen eintritt. 4 € zahlen Schüler, Studenten, Azubis.
  • Öffnungszeiten: Montag 10 – 17 Uhr, Mittwoch bis Freitag 10 – 17 Uhr und Samstag bis Sonntag 10 – 18 Uhr

#2 Das U-Boot-Museum

U-434 U-Boot-Museum Hamburg
Bild: Florian Adler, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons
U-434 U-Boot-Museum Hamburg
Bild: Carsten Wiehe, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Wer unter Platzangst leidet, ist hier fehl am Platz: Das 1976 gebaute U-Boot mit einer Länge von 90,16 Metern ist nur 8,72 Meter breit. Und im Inneren ist es ganz schön kuschelig eng!

Wenn ihr jedoch mit der gemütlichen Enge zwischen Maschinenblöcken und Kabelbäumen kein Problem habt, ist ein Besuch im U-Boot-Museum U-434 sehr zu empfehlen: Hier fühlt man sich sofort in den klassischen Wolfgang Petersen-Film „Das Boot“ versetzt.

Der beste Weg, um den Hintergrund und die technischen Details des U-Bootes kennenzulernen, ist eine geführte Tour. Hier erfahrt ihr dann zum Beispiel lernen, dass ein U-Boot bis zu 400 Meter tief tauchen kann sowie zahlreiche interessante Fakten über das tägliche Leben an Bord, bei dem Organisation und Disziplin höchstes Gebot sind – sonst würde es nämlich auf dem kleinen Raum drunter und drüber gehen!

  • Adresse: St. Pauli Fischmarkt 10 · 20359 Hamburg
  • Eintritt/Preise: Der Eintritt für Erwachsene beträgt 9,00 €. Kinder von 6 bis 12 Jahren bezahlen 6,00 € und Kinder bis 5 Jahren haben freien Eintritt.
  • Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 9 bis 20 Uhr und Sonntag 11 bis 20 Uhr.

#3 Das Museum der Arbeit

Museum der Arbeit Hamburg
Bild: SHMH / Sinje Hasheider

Das Museum der Arbeit in Hamburg-Barmbek zeigt seinen Besuchern, wie sich das Leben und Arbeiten der Menschen in den vergangenen 180 Jahren gewandelt hat.

Auf einem denkmalgeschützten Fabrikgelände wird heute die spannende Frage beantwortet, welche Auswirkungen die Industrialisierung auf Natur, Mensch und Gesellschaft hatte. Den Ausstellungsbereich finden Gäste in der Neuen Fabrik, wo Kleidung, Werkzeuge, Maschinen, Schriftstücke und Fotografien von vergangenen Zeiten erzählen.

Das Museum präsentiert sich als sehr lebendig, regelmäßige Vorführungen und Sonderausstellungen geben Einblick in historische Techniken. Dann zeigen die Mitarbeiter, wie sich der Buchdruck entwickelt hat, wie Kaffee geröstet wurde, wie die Arbeit an Stickautomaten aussah und wie Bonbons gepresst wurden.

Besonders imposant ist das Wahrzeichen des Museums. T.R.U.D.E. war in den Jahren von 1997 bis 2000 beim Bau der vierten Elbtunnelröhre als Schneidrad im Einsatz – als Teil der damals größten Tunnelbohrmaschine der Welt.

TRUDE Flohmarkt Museum der Arbeit Hamburg

Knapp 1x Monat findet vor dem Museum ein riesige (und sehr guter) Flohmarkt statt. Mehr Infos darüber in meinem Artikel Der Flohmarkt am Museum der Arbeit in Hamburg.

  • Adresse: Wiesendamm 3, 22305 Hamburg
  • Eintritt/Preise: Erwachsene 8,50 Euro, ermäßigt 5,00 Euro, für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist der Eintritt kostenlos
  • Öffnungszeiten: Montag von 10.00 bis 21.00 Uhr, Dienstag geschlossen, Mittwoch bis Freitag von 10.00 bis 17.00 Uhr, Samstag und Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr

#4 Das Automuseum Prototyp

Automuseum Prototyp Hamburg
Bild: Automuseum PROTOTYP, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Das Automuseum Prototyp lässt die Herzen von Liebhabern alter Sport- und Rennwagen höher schlagen. Mitten in der Hafencity erwartet Besucher auf einem historischen Fabrikgelände lebendige Automobilgeschichte aus 80 Jahren.

Ob Ur-Porsche aus dem Jahr 1939 oder erster Formel 1-Rennwagen von Michael Schuhmacher und Sebastian Vettel: Die Dauerausstellung der privaten Sammlung begeistert auf drei Ebenen mit Unikaten, Klassikern, Oldtimern, seltenen Modellen und historischen Nutzfahrzeugen. Und das alles ganz ohne Glasscheiben und störende Barrieren. Was für ein tolles Museum für Groß und Klein!

Einmal erleben, wie sich ein Rennfahrer während eines Rennens fühlt? Einmal das Röhren der Motoren mit allen Sinnen erleben? Kein Problem mit Fahrsimulator, Audiobox und Windkanal. Ein Kino und eine interaktive Bibliothek runden einen Tag im Automuseum Prototyp perfekt ab.

  • Adresse: Shanghaiallee 7, 20457 Hamburg
  • Eintritt/Preise: Erwachsene 10,00 Euro, Kinder (von 4 bis 14 Jahren) 4,50 Euro, Familienkarte 22,00 Euro, Gruppen ab 15 Personen je 8,50 Euro pro Person
  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr, letzter Einlass 17.30 Uhr

#5 Chocoversum – das Schokoladenmuseum

Chocoversum Schokoladenmuseum Hamburg
Bild: © Dietrich Kühne

Ein Besuch im Schokoladenmuseum „Chocoversum“ verspricht genussvolle Momente und lädt zum Entdecken und Mitmachen ein. Im Verlauf einer 90-minütigen Schoko-Tour gewährt das Museum Einblicke in die Herstellung von Schokolade, angefangen bei der Kakaobohne bis hin zum feinsten Schokoladengenuss. Probieren und Ausprobieren ausdrücklich erlaubt!

Historische Originalmaschinen machen die Geschichte der Schokoladenproduktion erlebbar und das Beste: Besucher dürfen eine Tafel ihrer Lieblingsschokolade selbst herstellen. Veranstaltungen und Führungen runden das Museumsangebot ab.

Chocoversum Schokoladenmuseum Hamburg
Bild: © Dietrich Kühne

Wer „Hamburgs Schokoladenseiten“ kennenlernen möchte, sollte an einer Führung durch die Stadt teilnehmen. Durch Speicherstadt und Kontorhausviertel folgt der Weg den Spuren Hamburger Kaufleute und führt dabei zu den schönsten Aussichtspunkten.

Pralinen und feinste Kreationen aus Schokolade versüßen die Führung, die ihren Abschluss im Chocoversum findet. Schoko-Tour und eine Tafel Lieblingsschokolade inklusive!

  • Adresse: Meßberg 1, 20095 Hamburg
  • Eintritt/Preise: Erwachsene 19,00 Euro, ermäßigt 17,00 Euro, Kinder 12,00 Euro, reduzierte Preise für Frühbucher, Familien und Gruppen
  • Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag von 9.00 bis 18.00 Uhr

Tickets für „Chocoversum“-Schokoladenmuseum Hamburg

#6 Auswanderermuseum BallinStadt

Auswanderermuseum Ballinstadt (2)
Bild: ©Patrick Lux

Das Auswanderermuseum BallinStadt gewährt seinen Gästen auf einer Fläche von 2.500 Quadratmetern spannende Einblicke in die Geschichte der Migration. Und das über vier Epochen hinweg.

Wer heute das Museum besucht, erfährt viel über die Träume und Wünsche der Auswanderer. Aber auch von den Problemen, die ein Leben auf der Flucht bis heute mit sich bringt. Drei verschiedene Häuser beschäftigen sich mit verschiedenen Schwerpunktthemen.

Auswanderermuseum Ballinstadt (2)
Bild: ©BallinStadt

Im Haus „Hafen der Träume“ wird Albert Ballin gedacht, der hier vor 120 Jahren eine Zufluchtsstätte für Millionen Auswanderer auf ihrem Weg nach Amerika schuf. Informiert wird über Ballins Leben und Werk, aber auch über die Bedeutung dieses geschichtsträchtigen Ortes.

14 Themenräume bietet das Haus „Welt in Bewegung“ und damit spannende Einblicke in das Leben der Auswanderer und die Etappen, die sie zu durchlaufen hatten. Das Haus „Lebenslinien“ beschäftigt sich mit individuellen Schicksalen.

  • Adresse: Veddeler Bogen 2, 20539 Hamburg
  • Eintritt/Preise: Erwachsene 13,00 Euro, ermäßigt 11,00 Euro, Kinder (5 bis 12 Jahre) 7,00 Euro, Gruppen ab 10 Personen, Familien & Schulklassen profitieren von Ermäßigungen
  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 16.30 Uhr, Montag geschlossen, letzter Einlass: eine Stunde vor Schließung

#7 Internationales Maritimes Museum

Internationales Maritimes Museum Hamburg
Bild: Holger.Ellgaard, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Mitten in der Hamburger Speicherstadt, im Kaispeicher B, dürfen sich Besucher auf ein ganz besonderes Schifffahrtsmuseum freuen: das Internationale Maritime Museum Hamburg. Ausgestellt wird hier die private Sammlung von Peter Tamms, deren Kern aus mehr als 50.000 Schiffsmodellen besteht.

Ergänzt wird die umfangreiche Sammlung um Navigationsgeräte, Gemälde, Fotografien, Uniformen, Waffen und Ehrenabzeichen. Die öffentlich zugängliche Bibliothek ist mit Büchern über Seefahrt, Konstruktionsplänen, Atlanten, Globen und Seekarten ausgestattet. Ein herrlicher Ort für all diejenigen, die sich für die Geschichte der Seefahrt begeistern.

Internationales Maritimes Museum Hamburg
Bild: Holger.Ellgaard, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Die Ausstellungsräume führen durch die zehn Böden des Kaiserspeichers. Sie alle beschäftigen sich mit verschiedenen Themenschwerpunkten. Während sich der erste Boden mit Navigation und Kommunikation beschäftigt, hat der dritte Boden die Geschichte des Schiffbaus zum Inhalt.

Der vierte Boden gewährt Einblicke in das Leben an Bord und informiert über Feste, Rituale und medizinische Versorgung. Wer Miniaturmodelle liebt, ist auf dem neunten Boden genau richtig.

  • Adresse: Kaiserspeicher B, Koreastraße 1, 20457 Hamburg
  • Eintritt/Preise: Erwachsene 15,00 Euro, ermäßigt 11,00 Euro, Kleinfamilie 17,50 Euro, Familie 32,00 Euro
  • Öffnungszeiten: Das Museum öffnet täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr.

Tickets für das „Internationale Maritime Museum“ in Hamburg

#8 Museumsschiff Cap San Diego

Cap San Diego Museumsschiff
Bild: Pauli-Pirat, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Wer sich nicht Bootsmodelle anschauen möchte, sondern ein Boot beghen will, der sollte sich das Museumsschiff Cap San Diego „vorknüpfen“. An der Überseebrücke im Hamburger Hafen liegt das Museumsschiff Cap San Diego, das in den letzten Jahrzehnten zu einem der Aushängeschilder der Hansestadt geworden ist.

Ursprünglich war es ein Frachter, der seinen Weg entlang der Küsten von Südamerika genommen hat, ehe er seine Rente im Hamburger Hafen erhielt und zu einem Museumsschiff umgebaut wurde.

Seit 1989 liegt das Schiff nun im Hafen und bietet den Besucher einen Einblick darin, wie die moderne Technik der Schiffe zur damaligen Zeit funktionierte. Besonders die Funkstation gilt als empfehlenswert.

Wer darüber hinaus noch ein bisschen mehr von dem Schiff sehen möchte, hat zu seltenen Gelegenheiten die Möglichkeit, an einer der Fahrten teilzunehmen.

Neben einer Besichtigung aller Räume im Schiff gibt es darüber hinaus ein kleines Restaurant und einen kleinen Hotelbetrieb, bei dem man auf authentische Weise eine Nacht in einer der Kabinen auf der Cap San Diego verbringen kann.

Cool: Das Museumsschiff hat einen Klettergarten – Ihr könnt hier von einem Mast zum anderen klettern – das macht richtig Spaß!

  • Adresse: Überseebrücke, 20459 Hamburg
  • Eintritt/Preise: Erwachsene zahlen 9,50 €, Schüler, Studenten und Behinderte 5 €. Für Kinder (bis einschl. 13 Jahre) kostet der Eintritt 2,50 €
  • Öffnungszeiten: Das Museum ist täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Tickets für die Cap San Diego

#9 Harrys Hafenbasar und Museum

Harrys Hafenbasar und Museum

Harrys Hafenbasar ist ein Museum der etwas anderen Art. Seit mehr als 60 Jahren lassen sich hier Seemannsschätze aus aller Welt bewundern.

Spannende Geschichten ranken sich um die teils skurrilen Exponate und darüber, wie sie ihren Weg nach Hamburg fanden. Und das Tolle daran: Die Ausstellungsstücke des Raritätengeschäfts können käuflich erworben werden!

Alles begann im Jahr 1952, als Harry Rosenberg einen Briefmarken- und Münzhandel eröffnete. Als Dekoration dienten exotische Stücke aus dem Nachlass eines Kapitäns. Die Kundschaft bewunderte und kaufte die Exponate, sodass sich Rosenberg schnell auf den An- und Verkauf von ExotiKa spezialisierte. Er nannte seinen Laden „Museum“ und konnte nun sogar Eintrittsgeld verlangen. Schließlich gab es hier echte Schrumpfköpfe…

Harrys Hafenbasar und Museum

Umzüge folgten, Rosenberg verstarb, Besitzer wechselten und die Kunden bleiben aus. Heute befindet sich Harrys Hafenbasar in der Hafencity. In 33 Kammern können hier hunderttausende von Objekten bewundert und gekauft werden. Viel Spaß beim Stöbern!

  • Adresse: Sandtorhafen, Ponton, Nr. 2, 20457 Hamburg
  • Eintritt/Preise: Erwachsene 5,00 Euro, Schüler (6 bis 12 Jahre) 3,00 Euro, für Kinder unter 6 Jahren ist der Eintritt ins Museum kostenlos, zudem werden Familientickets angeboten
  • Öffnungszeiten: jedes Wochenende von 10.00 bis 14.00 Uhr, an Feiertagen und besonderen Tagen ist ebenfalls geöffnet, dann mit längeren Öffnungszeiten

Zum Artikel über „Harrys Hafenbasar und Museum“

#10 Museum für hamburgische Geschichte

Das Museum für hamburgische Geschichte wurde im Jahr 1908 gegründet und informiert über die facettenreiche Geschichte der Hansestadt. Wertvolle Zeugnisse der Stadtgeschichte sollten hier einst für die Zukunft bewahrt werden, darunter auch Details wertvoller Gebäude, Bilder und Kunstwerke. Bis in die Gegenwart wurde die Sammlung kontinuierlich erweitert und an einer ansprechenden Präsentation gearbeitet.

Heute begeistert das Museum mit sechs Abteilungen. Sie ermöglichen einen „Stadtgeschichtlichen Rundgang“, der im Hamburg des 9. Jahrhunderts beginnt und in unserer Zeit endet. In den anderen Abteilungen stehen Mode, Kunst, Musik und Theater im Vordergrund, ebenso wie die jüdische Vergangenheit der Stadt.

Hamburgmuseum Museum für Hamburgische Geschichte
Bild: Hamburg Museum, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Hamburgmuseum Museum für Hamburgische Geschichte
Bild: SHMH / Sinje Hasheider

Faszinierend sind die historischen Wohnräume, die den Wandel der Wohnkultur im Verlauf der Jahrhunderte widerspiegeln. Bei Alt und Jung gleichermaßen beliebt ist die verkehrshistorische Modelleisenbahnanlage. Mit einer Fläche von 250 Quadratmetern und einer Gleislänge von 1.200 Metern ist sie europaweit die größte ihrer Art.

Wusstet ihr das? Im Museum für hamburgische Geschichte kann man den Originalschädel von Klaus Störtebeker bewundern. Hier geht’s zu unserem Artikel!

  • Adresse: Holstenwall 24, 20355 Hamburg
  • Eintritt/Preise: Erwachsene 9,50 Euro, ermäßigt 6,00 Euro, Gruppen ab 10 Personen 7,00 Euro pro Person, für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist der Eintritt frei
  • Öffnungszeiten: Montag von 10.00 bis 17.00 Uhr, Dienstag geschlossen, Mittwoch bis Freitag von 10.00 bis 17.00 Uhr, Samstag und Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr

#11 Das Bunkermuseum in Hamburg

Bunkermuseum Hamburg
Bild: Uwe Rohwedder, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Im Bunker-Museum werden die persönlichen Erfahrungen zeitgenössischer Zeugen während des Luftangriffs auf Hamburg-Hamm und die persönlichen Erfahrungen der Bewohner von Holborn in London gezeigt.

Weitere Themen sind dem Luftschutz und verschiedenen Luftschutzbunkern gewidmet. Viele Ausstellungen und Dokumente vertiefen die Präsentation. Der unterirdische Vierrohrbunker aus dem Jahre 1940/41 wurde mit modifizierten Möbeln in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt, sodass das Museum am 1. Oktober 1997 eröffnet werden kann.

Der Bunker wurde inmitten April 1940 und April 1941 errichtet. Er besteht aus Eingangsbereich mit Treppe in die Tiefe, Gasschleuse, vier Röhren (Breite zwei Meter, Länge 17 Meter, lichte Höhe 2,25 Meter), die jeweils 50 Personen Platz boten wie auch einem Notausstieg.

Seine Mauern weisen eine Stärke von einem Meter Beton auf, die mit einer Bewehrung zudem verstärkt sind. Er liegt fünf Meter tief im Erdreich. Es handelt sich um einen Typenbau, von denen es mehrere im Hamburger Stadtgebiet gibt, die allerdings grundsätzlich nicht begehbar sind.

  • Adresse: Wichernsweg 16, 20537 Hamburg
  • Eintritt/Preise: Der Eintritt für Erwachsene beträgt 8 €, Kinder bis 12 Jahre zahlen 4 €
  • Öffnungszeiten: Der Bunker hat Donnerstag 10 bis 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr geöffnet. Letzter Einlass ist um: 17.15 Uhr.

#12 Spicy’s Gewürzmuseum

Spicy's Gewürzmuseum Hamburg
Bild: Spicy’s Gewürzmuseum GmbH

Auf rund 350 Quadratmetern präsentiert das Spicy’s Spice Museum über 900 Exponate aus den letzten fünf Jahrhunderten.

Alles ist großzügig strukturiert und die hier gezeigten Originalgewürze können berührt, gerochen und probiert werden. Dabei kann die gesamte Verarbeitung vom Anbau bis zum fertigen Produkt verfolgt werden.

Spicy's Gewürzmuseum Hamburg
Bild: Spicy’s Gewürzmuseum GmbH

Es ist das einzige vollständig private Museum der Welt, das sich ausschließlich mit Gewürzen befasst. Es befindet sich in einem mehr als 128 Jahre alten Lagerhaus inmitten der Speicherstadt des UNESCO-Weltkulturerbes, nur einen Steinwurf von der Elbphilharmonie entfernt.

Wer gerne selbst an Kochplatte aktiv ist, wird hier sicherlich ein bisschen Inspiration für das nächste selbstgekochte Dinner finden. Also zögert nicht und taucht ein in die mysteriöse Welt der Gewürze… Wechselnde Specials machen Spicy niemals langweilig!

  • Adresse: Am Sandtorkai 34, 20457 Hamburg
  • Eintritt/Preise: Erwachsene zahlen für den Eintritt 5 €. In dem Preis ist eine Gewürzprobe inklusive. 4 bis 14-Jährige zahlen 2 € und Kinder unter 4 Jahren haben freien Eintritt. Ermäßigter Eintrittspreis von 4 € für Senioren und Studenten.
  • Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag von 10:00 Uhr – 17:00 Uhr

Unser Artikel über das „Gewürzmuseum“ von Hamburg

#13 Das Miniatur Wunderland – das Miniatur-Museum in Hamburg

Das Miniaturwunderland in der Hamburger Speicherstadt ist eine der größten Touristenattraktionen Deutschlands. Seit ihrer Eröffnung im August 2001 ist die weltweit größte Eisenbahnmodelllandschaft stetig gewachsen und hat jetzt eine Fläche von 1.500 Quadratmetern erreicht. In den neun fertiggestellten Bauabschnitten fahren mehr als 1.000 Züge und 10.000 Lastwagen auf 15 Kilometern Gleis.

Dank fortschrittlicher Technologie reisen fast 10.000 Autos, Schiffe und Züge durch die Miniaturlandschaft. Flugzeuge können sogar am Flughafen „Knuffinger“ starten und landen.

Ein besonderes Highlight ist dabei die Feuerwehr. Fängt ein Gebäude plötzlich an zu brennen, so gibt die Feuerwache einen Alarm aus und drei oder vier Autos fahren mit Sonderrechten an. Wenn das Löschen nicht erfolgreich ist, kann ein großer Einsatz mit bis zu 35 Fahrzeugen entstehen.

Für Kinder? Oder Erwachsene? Tja, man könnte denken, dass so eine Miniaturlandschaft sich in erster Linie an Kinder richtet. Das mag zwar stimmen, doch oftmals sind die großen Besucher genauso begeistert wie die kleinen. Hamburg-Besucher mit Kindern sollten hier unbedingt vorbeischauen – der Besuch ist dann quasi Pflicht. Aber auch erwachsene Besucher ohne Kinder werden begeistert sein: Es lohnt sich! Wer nicht überzeugt ist, sollte sich unseren Artikel über das Miniatur Wunderland durchlesen.

Achtung: Es gibt nur eine begrenzte Anzahl Tickets für jede Uhrzeit. Holt euch euer Ticket online, um sicher zu sein, dass ihr zur gewünschten Uhrzeit auch rein könnt.

  • Adresse: Kehrwiederspitze 2 – 20457 Hamburg
  • Eintritt/Preise: Der Eintritt für Erwachsene beträgt 15 €, Kinder bis 15 Jahre zahlen 7,50 €. Kinder unter 1 m haben freien Eintritt
  • Öffnungszeiten: Das Miniaturen-Wunderland hat täglich wechselnde Öffnungszeiten, daher dies bitte auf der Website prüfen.

Tickets für das „Miniatur Wunderland“

#14 Das Hamburg-Museum für Kunst und Gewerbe

Das Museum für Kunst und Gewerbe bietet das wohl breiteste Spektrum an Ausstellungen und Exponaten aller Hamburger Museen. Mit dem eher vagen Oberbegriff der Kunst im Gewerbe finden sich hier Ausstellungen aus Fernost, Werbeplakate, zeitgenössische Kunst und verschiedene wechselnde Ausstellungen, die den Besuchern immer neue Möglichkeiten bieten, in Themenwelten einzutauchen und dazu passende Ausstellungsstücke zu sehen.

So gab es hier zum Beispiel schon interessante und skurrile Ausstellungen über Pixar (Animationsfilm), den Chanel-Mythos, Tätowierungen oder Fast Fashion – spannend! Im historischen Gebäude, das bereits 1874 errichtet wurde und genau gegenüber vom Hauptbahnhof liegt, fanden auch solche historische Ausstellungen wie Tut-Ench-Amun ihren Platz.

Wichtige Rollen spielen auch die Themen Mode und Design und wie sich diese Themengebiete in den vergangenen Jahren verändert haben. So erhalten Besucher nicht nur einen Einblick in die historische Kunst in Verbindung mit Gewerbe, sondern auch die Entwicklung in die Neuzeit und in die Bereiche, die heute als Kunst in diesen Sektoren angesehen werden. Für einen Besuch sollten daher durchaus einige Stunden freie Zeit eingeplant werden.

Tipp: Den günstigen Pass für die Kunstmeile (5 Kunstmuseen in Hamburg) nutzen und nicht jedes Museum einzeln zahlen

  • Adresse: Steintorpl., 20099 Hamburg
  • Eintritt/Preise: Erwachsene bezahlen 12 € und Ermäßigte 8 €. Kinder und Jugendliche sind bis 17 Jahren frei.
  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 Uhr bis 18 Uhr. Donnerstag 10 Uhr bis 21 Uhr.

#15 Das Polizeimuseum Hamburg

Auf dem Gelände der Polizeiakademie Hamburg in Hamburg-Winterhude befindet sich ein Museum, das sich ganz und gar der rund 200 jährigen Geschichte der Polizei in der Hansestadt verschrieben hat: das Polizeimuseum Hamburg.

Auf drei Etagen beschäftigt man sich dabei nicht nur mit der Entwicklung von einer kleinen Hafenpolizei zu einer der größten Polizeibehörden der Bundesrepublik, sondern auch mit den Feinheiten und Nuancen der Geschichte, die beispielsweise während der NS-Zeit in Hamburg passiert sind. Aber auch darüber hinaus wird auf den anderen beiden Stockwerken ein Einblick in die Arbeit der Polizei in Hamburg geboten.

So befinden sich im ersten Obergeschoss und im Dachgeschoss Ausstellungen über Kriminaltechnik im Laufe der Zeit, über verschiedene Methoden bei der Polizeiarbeit und nicht zuletzt Ausstellungsstücke davon, wie früher bei der Polizei gearbeitet wurde. Im Dachgeschoss gibt es darüber hinaus eine Auswahl von besonderen Kriminalfällen, die die Polizei Hamburg in den letzten 200 Jahren besonders beschäftigt haben.

Interaktivität wird hier ebenfalls großgeschrieben: Forensische Technologiemethoden können an interaktiven Labortischen ausprobiert werden. Kommissare mit langjähriger Berufserfahrung stehen euch dabei manchmal sogar zur Seite.

Sehr cool: In zwei Simulatoren kann man eine Einsatzsfahrt in der Straßen Hamburgs erleben sowie einen Polizei-Helikopterflug über der Hansestadt.

  • Adresse: Carl-Cohn-Straße 39, 22297 Hamburg
  • Eintritt/Preise: Erwachsene bezahlen für den Eintritt 8 €. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind kostenfrei. Der Ermäßigte-Eintritt kostet 6 €.
  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag von 11 bis 17 Uhr.

#16 Die Deichtorhallen

Ursprünglich waren die Deichtorhallen eines der wichtigsten Zentren für den Großhandel in Hamburg. Hier wurden die Waren aus dem Hafen umgeschlagen und an die regionale Wirtschaft verteilt.

Inzwischen sind die alten Hallen auf dem Gelände des Berliner Bahnhofs restauriert und bieten die Heimat für eine der größten Sammlungen von zeitgenössischer Kunst in ganz Europa. In den verschiedenen Hallen werden unterschiedliche wechselnde Ausstellungen und Dauerausstellungen von Künstlern aus der gesamten Welt gezeigt.

Deichtorhallen
Bild: © Henning Rogge/Deichtorhallen Hamburg

Da ist beispielsweise die Sammlung Gundlach, die ein riesiges Archiv an Fotografie bietet und sich dafür unter anderem in den Archiven des SPIEGEL bedient. In einer anderen Halle findet sich das Haus der Photography, das sich nicht nur mit einzelnen Bildern, sondern auch mit der Entwicklung der Fotografie in Europa beschäftigt.

Mit regelmäßig wechselnden Ausstellungen bieten die Deichtorhallen darüber hinaus genügend Gründe für wiederkehrende Besuche auf dem interessanten Gelände.

Tipp: Auch die Deichtorhallen sind im Pass für die Kunstmeile enthalten. Wenn ihr mehr als ein Kunstmuseum in Hamburg damit besichtigt, spart ihr schon.

  • Adresse: Deichtorstraße 1, 20095 Hamburg
  • Eintritt/Preise: Der Eintrittspreis für Erwachsene beträgt 9 € und für Ermäßigte 6 €. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind frei.
  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr

#17 Discovery Dock – Interaktive Hafen-Experience und -Museum

Discovery Dock
© Discovery Dock

Zu guter Letzt geht es noch einmal zurück in den Hamburger Hafen! Das Discovery Dock ist ein neues Museum in Hamburg und wurde zusammen mit der Neu-Entwicklung der Hamburger Hafencity errichtet.

In unmittelbarer Nähe zum Hamburger Hafen und im Schatten der berühmten Elbphilharmonie verspricht es den Besuchern einen Einblick in das Geschehen im Hamburger Hafen, wie man es bisher in keinem anderen Museum gesehen hat. Dabei wird vor allem auf moderne Technik und Präsentation gesetzt.

Discovery Dock
© Discovery Dock

Im Fokus vom Discovery Dock stehen dabei die Vorgänge im Hamburger Hafen und wie der wirtschaftliche Motor der Hafenstadt funktioniert. Mit der Hilfe von interaktiven Präsentationen, Videos, Virtual Reality und Schalttafeln ist es möglich, einmal selbst zu verstehen, wie so viele Schiffe jeden Tag abgefertigt werden können und was es alles braucht, damit der Hafen in Hamburg auch in moderner Zeit noch funktioniert.

Die Discovery Dock-Tickets sind zeitgebunden. Seid ca. 10 Minuten vor der gebuchten Zeit vor Ort. Ich empfehle euch, online Tickets zu buchen, da vor Ort ggf. keine Tickets für die sofortige Besichtigung mehr vorhanden sind.

  • Adresse: Am Kaiserkai 60, 20457 Hamburg
  • Eintritt/Preise: Erwachsene zahlen 17,50 € Eintritt, Kinder (bis 14) 14,50 €
  • Öffnungszeiten: Donnerstag bis Sonntag von 11 Uhr bis 18 Uhr. Letzter Einlass ist um 17 Uhr.

Tickets für das „Discovery Dock“

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