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Der Sozialistenfriedhof Friedrichsfelde in Berlin

Ein Friedhof, auf dem zahlreiche prominente Sozialisten ruhen

Der Zentralfriedhof Friedrichsfelde im Berliner Ortsteil Lichtenberg gehört zu den bekanntesten Friedhöfen Deutschlands. Das liegt an seiner geschichtlichen Bedeutung als Sozialistenfriedhof. Dort befinden sich die Gräber zahlreicher prominenter Politiker der Arbeiterbewegung. Jedes Jahr berichten die bundesweiten Medien über die von Tausenden Menschen besuchte Gedenkveranstaltung für Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht.

Friedhof als Park: ideale Anlage für Spaziergänge

Der 1881 gegründete Zentralfriedhof Friedrichsfelde zeichnete sich bereits damals durch seine beeindruckende Gestaltung als Park aus. Menschen aus allen Bevölkerungsschichten fanden dort ihre letzte Ruhe, aufgrund der schönen Anlage gewann der Friedhof auch beim wohlhabenden Bürgertum aus allen Stadtteilen Berlins an Beliebtheit. Wenn ihr heute auf dem Friedhof spazierengeht, werdet ihr viele alte Gräber namhafter Persönlichkeiten entdecken. Die attraktive Feierhalle, zahlreiche Skulpturen und Schmuckbrunnen sowie die interessanten Grabanlagen sorgen für ein einzigartiges Ambiente.

Friedhof als historischer Ort der Arbeiterbewegung

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts hat der Zentralfriedhof Friedrichsfelde den Beinamen Sozialistenfriedhof. Der Grund war das Begräbnis des SPD-Gründers Wilhelm Liebknecht, an dem rund 100.000 bis 150.000 Anhänger teilnahmen. In der Folge wurde der Friedhof zur wichtigen Begräbnisstätte prominenter Politiker der Sozialistenbewegung: Paul Singer, Ignaz Auer, Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht sind nur wenige von vielen Namen.

Sozialistenfriedhof Friedrichsfelde
Das Grab von Wilhelm Liebknecht – Bild: A.Savin (Wikimedia Commons · WikiPhotoSpace) / CC BY-SA

An diese Toten erinnert die 1951 errichtete Gedenkstätte der Sozialisten, auf die ihr wenige Meter nach Passieren des Haupteingangs trefft. Es handelt sich um ein Rondell, das weitgehend mit einer Klinkermauer umgeben ist. In der Mitte steht eine vier Meter hohe Stele aus Naturstein mit der Aufschrift „Die Toten mahnen uns“.

Den Friedhof auf einem ausgeschilderten Rundgang erkunden

Der Sozialistenfriedhof Friedrichsfelde lädt zum Schlendern und Verweilen ein. Ihr entdeckt viele sehenswerte Gräber und könnt Highlights wie die Gedenkstätte der Sozialisten begutachten. Für Besucher empfiehlt sich der beschilderte Rundgang, für den ihr bei einem gemächlichen Tempo rund zwei Stunden benötigt. Abkürzungen sind problemlos möglich.

Sozialistenfriedhof Friedrichsfelde
Das Grab von Konrad Wolf – Bild: SpreeTom / CC BY-SA

Der Rundgang beginnt an der Gedenkstätte und führt euch an biografischen Gedenktafeln, vielfältigen Grabanlagen und der Feierhalle vorbei. Auf diesem Weg seht ihr unter anderem die Gräber der Bildhauerin Käthe Kollwitz, des Astronomen Friedrich Simon Archenhold und des Verlegers Julius Rodenberg. Am Ende besichtigt ihr die Grabstätten von Hermann Mächtig und Axel Fintelmann, diese beiden Persönlichkeiten gestalteten den Zentralfriedhof Friedrichsfelde im 19. Jahrhundert.

Adresse

Gudrunstraße 20, 10365 Berlin

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Roman Kugge Deutschland mal anders

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