Herbertstraße Hamburg
Bild: Fred Romero from Paris, France / CC BY

Zu einem unvergesslichen Urlaub in Hamburg gehört unbedingt auch ein Besuch der Herbertstraße an der Reeperbahn auf St. Pauli. Die komplett autofreie Straße ist das Zentrum des berühmten Hamburger Rotlichtviertels und eine der letzten geschlossenen Bordellstraßen der Welt. Die Herbertstraße gehört zu den wichtigsten Touristenzielen der Stadt. Als Abstecher während eines Familienurlaubs eignet sich die Herbertstraße aber übrigens nicht. Schließlich ist der Zugang für Frauen sowie Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren verboten. Das steht bereits an den beiden Eingängen der etwa 90 Meter langen Straße auf den großen blickdichten Toren. Diese wurden im Jahr 1974 im Zuge der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland aufgestellt.

Touristen aus aller Welt genießen das Rotlicht-Flair

Neben vielen Einheimischen tummeln sich jeden Abend und nachts zahlreiche Touristen aus aller Welt – nicht unbedingt, um die Dienste der mehr als 200 leicht bekleideten und meist hübschen Prostituierten zu nutzen, sondern um einfach auch das Flair des berühmten Hamburger Rotlichtviertels zu genießen. Im Schatten des Rotlichtes bieten die Prostituierten in den großen Schaufenstern der Bordelle ganztägig ihre Dienste an. Natürlich sprechen diese die Männer auch direkt an. Wenn diese die Dienste dann als Freier annehmen, ziehen sich beide für einige Zeit in die von den Frauen gemieteten Zimmer zurück. Ein wichtiger Anlaufpunkt der Männer innerhalb der Herbertstraße ist auch die Secret Bar. In der einzigen Bar der gesamten Straße kann man in einem gemütlichen Ambiente nach Herzenslust feiern.

„Domenica“: Die „Königin der Herbertstraße“

Die Prostitution hat in der Herbertstraße eine lange Tradition. Bereits seit dem Bau der Straße in der Mitte des 19. Jahrhunderts bieten hier die Prostituierten ihre Dienste an. Die Straße, die ursprünglich Heinrichstraße hieß und später umbenannt wurde, etablierte sich schnell als Zentrum der Hamburger Bordellszene. Während der Industrialisierung erlebte die Prostitution in Hamburg und damit vor allem in der Herbertstraße ihre Hochzeit. Die Herbertstraße diente in der Vergangenheit bereits des Öfteren als Kulisse für Filmaufnahmen für verschiedene Filme und Serien. Als die bekannteste Prostituierte der Herbertstraße gilt noch heute Domenica Niehoff, die hier zwischen 1972 und 1990 als berühmteste Hure Deutschlands und „Königin der Herbertstraße“ arbeitete und im Jahr 2009 unter großer Anteilnahme der St. Paulianer starb.

Adresse

Herbertstraße, 20359 Hamburg

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