Ramones-Museum Berlin
Bild: Goldmund100 / CC BY-SA

Der Initiative eines Fans mit Namen Florian Heyler ist es zu verdanken, dass seit dem Jahr 2005 im Berliner Stadtteil Kreuzberg ein Museum existiert, das sich der Entwicklungsgeschichte des Punks widmet. Als anschauliches Beispiel diente ihm die US-amerikanische Punkband Ramones, die als Mitbegründer und Wegbegleiter der Punkkultur gilt. Seit März 2017 hat das, mit einem kleinen Café ausgestattete Ramones Museum seinen Standort westlich der über die Spree führenden Oberbaumbrücke im sogenannten Partykiez in der Nähe des Hochbahnhofs der ersten Berliner U-Bahn-Strecke gefunden.

Als weltweit einziges seiner Art erzählte es anhand von mehr als 1.000 originalen Erinnerungsstücken die Geschichte der New Yorker Punkband Ramones. Sie kreierte zwischen 1974 und 1996 eine neue Musikrichtung, die sich durch eine hohe Geschwindigkeit, extreme Lautstärken und einfache Texte auszeichnete. Die drei, kurze Zeit später auf vier erweiterten jungen Gründungsmitlieder kamen aus dem New Yorker Stadtbezirk Queens. Leider lebt heute keiner von ihnen mehr. Neben Johnny, DeeDee und Tommy an Gitarre, Bass und Schlagzeug komplettierte Joey Ramone als Leadsänger die Band. Der Name „Ramone“ wurde für diese vier und alle später in der Band mitwirkenden Musiker zu einem verpflichtenden Künstlernamen.

Ramones-Museum Berlin
Bild: Smalltown Boy / CC BY-SA

Wenn ihr heute das Museum besucht, erwarten euch in den Ausstellungsräumen eine Präsentation der chronologisch angeordneten Exponate. Zu ihnen gehören signierte und unsignierte Fotos, Briefe, Poster, Instrumente, Liedtexte und Erstauflagen von Alben ebenso wie Kleidungsstücke und private Gegenstände aus dem Besitz der einzelnen Bandmitglieder. Informativ und interessant gestaltet sich das Verfolgen der Karriere der RAMONES. So ist die Entstehungsgeschichte der Band und die ihres legendären Logos ebenso nachvollziehbar dargestellt wie zahlreiche Episoden aus ihren unzähligen Tourneen. 1978 traten sie erstmals in Deutschland auf.

Nach den ersten sehr erfolgreichen Jahren brachte die erste Hälfte der 1980er Jahre musikalische und kommerzielle Rückschläge. Dokumentationen aus den 1990er Jahren belegen ihre danach folgenden, wohl größten Tourneeerfolge, die die Punkband in die weltweit größten Arenen führten. Am 6. August 1996 verabschiedeten sich die Ramones mit einem Konzert in Los Angeles für immer von ihren sie weltweit verehrenden Fans.

Ramones-Museum Berlin
Bild: Radio Saigon, CC2.0 Lizenz

Geführt wird das Berliner Ramones Museum von sechs, aus verschiedenen Ländern kommenden Mitarbeitern. Sie stammen aus den USA, Neuseeland, Finnland und Deutschland und sind als Fans der Ramones gleichzeitig Mitglieder von aktuellen Bands oder Solokünstler. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass viele den Ramones nahestehende Personen, wie beispielsweise ihr Tourmanager und Mentor Arturo Vega, mehrere Fotografen sowie Eltern und Geschwister an der Ausstattung des Museums mit Beiträgen und Gegenständen an der Ausstattung des Museums aktiv beteiligt waren.

In einem als Kino eingerichteten Raum könnt ihr Dokumentationen über die Band und Filme mit Konzertausschnitten der Ramones betrachten. Im Ramones Café könnt ihr bei einem Kaffee mit oder ohne einem Stück Kuchen, bei anderen Kalt- und Heißgetränken oder einem veganen Snack eure Gedanken mit freunden oder Besuchern des Museums austauschen. Wenn ihr möchtet, bietet euch der Museumsshop Gelegenheit einige als Souvenir gestaltete Gegenstände wie eine Tasse, Anstecknadel, ein Ramones bezogenes Buch, ein ebensolches T-Shirt oder ein Album mit nach Hause zu nehmen. Diese und viele andere als Ramones-Artikel gestaltete Waren dienten früher den Mitgliedern der Band als willkommen Einnahmequellen.

Eintritt und Öffnungszeiten

Der Eintritt zum Museum beträgt gegenwärtig 4,50 €. Er ist lediglich einmalig zu entrichten und gilt anschließend lebenslang. Geöffnet ist das Ramones Museum ganzjährig von Montag bis Sonntag und von 10 bis 22 Uhr.

Adresse

Oberbaumstraße 5, 10997 Berlin

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