Walpurgishalle
Bild: User:Matthias Süßen / CC BY-SA (cropped, colors modified)

Bereits seit dem früher Mittelalter und wahrscheinlich noch weit darüber hinaus wird in der Harzregion traditionell von der Nacht vom 30. April auf den 01. Mai die berühmt-berüchtigte Walpurgisnacht gefeiert. Auf dem „Blocksberg“, der eigentlich der Brocken ist, haben sich der Sage nach seit jeher die Hexen versammeln, um mithilfe eines großen Feuers die bösen Geister zu vertreiben.

Noch heute wird hier von tausenden Besuchern aus nah und fern in dieser Nacht feucht-fröhlich gefeiert. Dieser Brauch der in weiten Teilen Deutschlands auch als „Tanz in den Mai“ oder „Maifeuer“ zelebriert wird, findet im Harz seine berühmteste Ausprägung. Die weite Bekanntheit der traditionellen Harzer Walpurgisnacht findet seinen Ursprung in der Erwähnung in Goethes Faust Anfang der 19. Jahrhunderts.

Im Zentrum der heutigen Feierlichkeiten steht der Hexentanzplatz in Thale. Nördlich an diesem gelegen befindet sich die 1901 eingeweihte Walpurgishalle. Die vom Architekten Bernhard Sehring im Stile eines altgermanischen Blockhauses entworfene Halle beherbergt ein Museum, welches dem traditionsreichen Fest gewidmet ist.

Im Inneren der Walpurgishalle ist diese mit fünf großräumigen Gemälden geschmückt, welche sich auf Szenen aus der Walpurgisnacht von Goethes Faust beziehen. Über dem Eingang der Gebäudes thront das Haupt des germanischen Hauptgottes Wotan, welcher seiner Besucher in eine mystische Welt, bestehend aus Hexen, alten, bereits vergessenen Göttern, Runen und Opfergaben lockt. Das Museum im Inneren der Walpurgishalle vereint schaurig, gruseliges Brauchtum mit spannenden Informationen und geschichtlichen Aufarbeitungen dieser so faszinierenden Welt, die einem so fern erscheint und die gleichzeitig doch so nah ist.

Hier eröffnet sich einem ein Einblick in die tiefe Mythologie unserer Vorfahren. Die Geschichten der alten Götter und Hexen ist besonders auch für Kinderaugen und -Ohren ein ganz besonderes Erlebnis. Hier wird die Fantasie der Kinder angeregt und das ganz ohne Gameboy oder Smartphone in der erholsamen und befriedenden Natur des Harzer Naherholungsgebiets.

Ganz ohne Zweifel ein besonderer Ort, der seine Besucher, ob Groß oder Klein, im wahrsten Sinne des Wortes verzaubert und in seinen Bann ziehen kann.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Das Museum in der Walpurgishalle empfängt seine Besucher im Sommerhalbjahr in den Monaten von April bis Oktober in der Zeit von 11 Uhr bis 16 Uhr. Neben den historischen Gemäuern, erwarten den Besucher auch wechselnden Dauerausstellungen, welche sich mit der Tradition und der Mythologie der Walpurgisnacht beschäftigen. Der Eintritt für die kleinen Gäste beträgt 1€, für Erwachsene 2€. Bitte beachten Sie, dass ausschließlich bar gezahlt werden kann.

Adresse: Wo liegt die Walpurgishalle?

Auf dem Hexentanzplatz, 06502 Thale

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