Nibelungenhalle Königswinter
Bild: Al-bigtwin / CC BY-SA

Die Nibelungenhalle in Königswinter wurde anlässlich des 100. Geburtstags von Richard Wagner eröffnet. Er schrieb Text und Musik zur weltberühmten Oper Der Ring des Nibelungen, die aus vier Zyklen besteht. Warum die Nibelungenhalle ausgerechnet in Königswinter gebaut wurde, liegt am Schauplatz der Sage. Der Geschichte nach tötete der Held Siegfried ein mächtiges Ungeheuer am nahegelegenen Berg Drachenfels.

Nibelungenhalle als Hommage auf Richard Wagners Oper

Die Idee für die außergewöhnliche Architektur der Nibelungenhalle hatten die Architekten Werner Behrendt und Hans Meier aus Berlin. Sie legten den Entwurf zu dem beeindruckenden Kuppelbau vor, der im späten Jugendstil gestaltet ist. In der Nibelungenhalle in Königswinter begegnen dir an jeder Ecke Szenen aus Wagners Opernszyklus. Du betrittst die Sehenswürdigkeit durch den Eingangsbereich, den ein Tonnengewölbe umspannt. Die großformatigen Kunstwerke im Innenraum stammen von Hermann Heidrich.

Zu sehen sind Szenen aus Das Rheingold, Walküre, Siegfried und der Götterdämmerung. Sie befinden sich in räumlich abgetrennten Nischen, die für das besondere Ambiente in der Halle sorgen. Am Rande des Bauwerks entdeckt ihr massive Rundpfeiler. Wenn ihr nach oben blickt, entdeckt ihr an der oberen Hälfte der Kuppel zwölf Abbildungen der Tierkreiszeichen.

Von der Nibelungenhalle in die Drachenhöhle

Zu einem weiteren Jubiläum, nämlich Richard Wagners 50. Todestag im Jahr 1933, wurde die Drachehnöhle fertiggestellt. Sie wurde als Gang mit diffusem Licht rund um die Nibelungenhalle angelegt. Wenn ihr aus dem mystischen Dämmerlicht ins Freie tretet, gelangt ihr an einen kleinen Weiher mit grünem Wasser. Darin liegt der vom Bildhauer Franz Josef Krings geschaffene Drache Fafnir. Das rund 13 Meter lange Ungeheuer aus Stein beschützt der Legende nach das Rheingold. In Wagners Oper wurde Fafnir schließlich von Sigismund getötet, der nach einem Bad in dem Blut des Tieres unverwundbar wurde.

Wie Wagner-Fans wissen blieb durch ein Lindenblatt eine Stelle an der Schulter des Helden bedeckt, was sich als seine Achillesferse erweisen sollte. Viele Besucher werfen in der Hoffnung auf Glück Münzen in den kleinen Teich.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Die Nibelungenhalle in Königswinter hat von 15. März bis 1. November täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Während der Nebensaison besucht ihr die Ausstellung an den Wochenenden, während der Weihnachtsferien und an Feiertagen von 11 bis 16 Uhr. Erwachsene zahlen für den Eintritt 6 Euro, Kinder von vier bis 14 Jahren 4 Euro. Schüler, Studenten und Behinderte erhalten für 5 Euro Zutritt.

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