Bamberg Vogelsaal
Bild: Ermell / CC BY-SA

Die größte Jura-Schildkröte der Welt, Forschungsräume zum Experimentieren und unzählige Tierskelette und Tierpräparate – das Naturkundemuseum in Bamberg fasziniert mit einer großen Anzahl von uralten und neuen Ausstellungsstücken. Tausende Besucher bestaunen hier jedes Jahr die Sammlung, die in einem prachtvollen Gebäude mitten im Herzen Bambergs untergebracht ist. Das ehemalige Jesuitenkolleg strahlt dabei eine ganz besondere Atmosphäre aus und bietet den einzelnen Exponaten eine einmalige Präsentationsfläche. Die ungewöhnlichste davon ist der sogenannte Bamberger Vogelsaal.

Über den Vogelsaal

Ein riesiger Schauraum in weiß-blau, gestaltet im frühklassischen Stil und mittendrin majestätische Greifvögel, die ihre Flügel wie zum Flug aufspannen: Der Vogelsaal ist in seiner Art einzigartig auf der Welt. Während man hier über den alten Dielenboden schlendert, zeigen sich nicht nur Eulen, Pelikane und Schwäne, sondern auch Korallen, Muscheln und Fische aus einer Jahrhunderten alten Sammlung. Besonders beeindruckend wirken die Ausstellungsstücke in den edlen Vitrinen, die den zweistöckigen Saal säumen. Hier entdeckt ihr sogar wahre Exoten wie die Paradiesvögel und prachtvolle Aras. Von der Empore hat man einen tollen Ausblick auf die großen Tierpräparate im Zentrum, die wie im Flug zu sein scheinen.

Das Naturalienkabinett, wie der Vogelsaal genannt wird, stammt aus dem späten 18. Jahrhundert und wurde als Lehrsaal für Studenten genutzt. Über die Zeit blieb er fast im Originalzustand und wurde erst vor wenigen Jahren aufwendig und mit viel Liebe zum Detail saniert. Das spürt man, wenn man diesen imposanten Raum betritt: Teile der Vertäfelung, die Schaukästen und historischen Vitrinen strahlen in Kremserweiß, unzählige Tierpräparate vor fliederblauem Hintergrund laden zum Entdecken und Staunen ein und der Saal selbst, mit seiner gewölbten Decke, versetzt seine Besucher in eine andere Zeit.

Zu den Highlights gehören auch die bunten Sammlungen von Kleinvögeln und Schmetterlingen, wie auch die spezielle Ausstellung verschiedener Obstsorten und die „Würzburger Lügensteine“ – sie zeigen, wie schon vor 300 Jahren Fossilien gefälscht worden sind. Allein schon wegen der spannenden Exponate und der einzigartigen Atmosphäre des Vogelsaals lohnt sich ein Besuch im Museum.

Eintritt und Öffnungszeiten

Das Bamberger Naturkundemuseum ist von dienstags bis sonntags geöffnet (außer an einigen Feiertagen): von April bis September zwischen 9 und 17 Uhr und von Oktober bis März zwischen 10 und 16 Uhr. Der Eintritt kostet 3,50 Euro, ermäßigt 2,00 Euro und für Kinder unter 18 Jahren 1,50 Euro. Kinder unter sechs Jahren können kostenlos ins Museum und Schüler im Klassenverband zahlen nur 1,00 Euro pro Person. Es werden regelmäßig Führungen angeboten und es gibt einen Museumsshop. Die Multimediaschau über den Kreislauf der Biosphäre und den Einfluss des Menschen startet ein Mal pro Stunde. Über die aktuellen Wechselausstellungen könnt ihr euch über die Homepage informieren.

Adresse

Fleischstraße 2, 96047 Bamberg

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