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Das Museum der Brotkultur in Ulm

„Mit Brot ist kein Kummer eine Not.“ (Aus Spanien)

Um die 20.000 Objekte, die über mehrere Jahrhunderte weg (vor allem vom 15. bis zum 21. Jahrhundert) von Interesse waren, werden in diesem 1955 von Willy und Hermann Eiselen gegründeten Museum präsentiert. Der Hintergrund für die Gründung bestand in einem Buch, das den Titel „6000 Jahre Brot“ trägt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Kunst, welche es ermöglicht, das lebenswichtige Thema Nahrung und insbesondere Brot in den Fokus zu stellen und aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Beispielsweise Handwerkszeug, Relikte der antiken Römer, Griechen und Ägypter sowie aus Asien und Lateinamerika, ferner Gemälde und religiös angelegte Skulpturen demonstrieren den Umgang mit Essen und Brot in den verschiedenen Kulturen. Eine ägyptische Mumie bietet ein gesondertes Highlight.

Im Rahmen einer Dauerausstellung könnt ihr euch mit Hilfe von 700 Ausstellungsstücken über grundlegende Themen wie „Getreide- und Getreideanbau“, „die Repräsentation des Bäcker- und Müllerhandwerks“ sowie „die Technikgeschichte des Mahlens und Backens“ informieren. Neben Kunstwerken aus dem 17. Jahrhundert sowie sozialkritischen Arbeiten wie zum Beispiel von Jan Flegel spielen auch die zeitgenössischen Werke eine große Rolle. So findet ihr dort ebenso Werke von Salvador Dalí oder Markus Lüpertz. Damit einhergehend soll ein wesentliches Ziel sein, über eine allgemein funktionierende Welternährung nachzudenken und zu diskutieren. Denn der Mensch soll sich darüber bewusst werden, dass sämtliche Lebensbereiche, sei es die Politik, die Wirtschaft, die Kultur oder die Wissenschaft, von der Relevanz der Nahrung beeinflusst und dominiert werden.

Im dritten Stockwerk stoßt ihr auf eine von Wolfgang Konrad und Clemens Stachel aufbereitete Medieninstallation, bei welcher es um das Zukunftspotential der Ernährung geht. Des Weiteren zeigen kurze Filmsequenzen auf acht Bildschirmen verschiedene Erfahrungen, Haltungen und Meinungen zu diesem zentralen Thema.

Das Eingangsportal wurde von Claus Bauhofer ca. 1592 errichtet und das Gebäude weist ein steiles Satteldach auf. Da ursprünglich Salz in dem Bauwerk gelagert werden sollte, wurde das Haus zunächst mit „Salzstadel“ betitelt und vorerst als Lagerhaus genutzt. Im Anschluss fungierte es als Waffen- und Munitionslager sowie als Kaserne, bevor im Jahre 2002 das Museum seinen Sitz dorthin verlegte. Innen trifft man auf Ständerhallen, die mit Holzkonstruktionen versehen sind. Wenn ihr den Besuch richtig abpasst, habt ihr einmal pro Jahr die Chance, die Dachgeschosse zu betreten und das Ulmer Münster auf besondere Weise wahrzunehmen.

Öffnungszeiten

Das Museum, welches mitten in der Ulmer Innenstadt angesiedelt ist, ist in der Regel montags von 10 bis 15 Uhr geöffnet, mittwochs von 10 bis 19 Uhr und an allen anderen Tagen von 10 bis 17 Uhr.

Eintrittspreise

Während Kinder ab einem Alter von acht Jahren einen Eintrittspreis von fünf Euro zahlen, kostet der Zutritt für Erwachsene sechs Euro. Es sind jedoch auch Familientickets für acht Euro erhältlich. Bei Gruppen ab 12 Personen zahlt jede Person fünf Euro.

Adresse

Salzstadelgasse 10, 89073 Ulm

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Roman Kugge Deutschland mal anders

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