Steckeschlääferklamm
Bild: PhilEOS / CC BY-SA

Was erst mal aussieht wie ein Tippfehler oder den Eindruck erweckt, du hättest dich verlesen, heißt tatsächlich Steckeschlääferklamm. Dieser auf den ersten Eindruck seltsam erscheinende Name erklärt sich aber von selbst, wenn ihr erst mal wisst, was und wo es ist.

Was ist die Steckeschlääferklamm?

Die Klamm ist ein kurzer Wanderweg, der entlang des Hasselbachs verläuft. Dieser einzigartige Ort liegt in Rheinland-Pfalz unweit von Bingen am Rhein. Der Wanderweg Steckeschlääferklamm selbst ist nur sehr kurz. Den Wanderweg kann man entweder vom Jägerhaus, das gleich neben dem Besucherparkplatz liegt, nach oben begangen werden, oder eben vom Josefsbrünnchen, am oberen Ende des kleinen Wanderweges, nach unten bestritten werden. Die Höhenmeter halten sich aber sehr in Grenzen.

Auch wenn ihr den Wanderweg hinauf und wieder herunter geht, legt ihr lediglich etwa 1,2 km zurück. Aber nicht nur wegen ihrer geringen Länge ist diese Wanderung auch für Kinder geeignet. Das besondere an der Steckeschlääferklamm sind die 66 geschnitzten Gesichter, die sich in den Bäumen entlang der Klamm verstecken.

Entstehung

Ursprünglich wurden diese Schnitzereien von Franz Kellermeier ab 1971 angefertigt. Gleichzeitig bauten damals die Weilerer Wanderfreunde 15 kleine Holzstege und -brücken in die Klamm, die über den Hasselbach führt. Leider fielen viele der Schnitzereien irgendwann dem Vandalismus und der Witterung zum Opfer und verloren so viel von ihrem Charme. Zum Glück fanden sich einige engagierte Menschen zusammen: der Schnitzkreis der Heimatfreunde e.V. Weiler nahm sich der in Mitleidenschaft gezogenen Waldgesichter und-geister an und hauchte bzw. schnitzte ihnen neues Leben ein. Viele Arbeitsstunden später können Gäste von nah und fern wieder über die Steckeschlääferklamm streifen und nach Gesichtern in Wurzeln und Stämmen, an Ästen und Baumhöhlen suchen.

Der Name „Steckeschlääferklamm“

Der etwas seltsam erscheinende Name stammt aus dem örtlichen rheinland-pfälzischen Dialekt und kommt von „Stecken“ und „schleifen“, was heißen soll, dass der wandernde Besucher vor Staunen und Begeisterung seinen Wanderstock gerne schleifen lässt.

Übrigens sind alle Gesichter und andere Schnitzereien so angebracht, dass dabei möglichst wenig Verletzungen an den Bäumen entstanden sind. Wenn ihr nach den nur knapp 1,2 km noch nicht genug habt, findet ihr an beiden Enden des Wanderwegs Wegweiser mit weiteren Wanderzielen wie beispielsweise die römische Ruine der Villa Rustica oder dem sogenannten Salzkopf mit den jeweiligen Entfernungen.

Adresse: Wo kann man die Gesichter sehen?

Der nächste Parkplatz zur „Steckeschlääferklamm“ ist Wanderparkplatz Steckeschlääferklamm in 55413 Weiler bei Bingen. Dort seid ihr direkt am südlichen Ende des Wanderwegs.

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