Weißwurstmuseum Neumarkt
Quelle Metzgerei Hotel Gasthof Wittmann, Neumarkt

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Wer südlich des sogenannten Weißwurstäquators aufgewachsen ist, weiß das: „Eine Weißwurst darf das 12 Uhr Läuten nicht hören“. Doch warum eigentlich? Dieses Zitat stammt aus der Zeit um 1850. Und damals wurden die am Morgen hergestellten Weißwürste noch roh verpackt.

An adäquaten Kühlmöglichkeiten fehlte es vielerorts, und so mussten sie einfach schnell gegessen werden, damit der Genuss der weißen Wurst keine unangenehmen Spätfolgen hatte. Heute wird die Weißwurst gebrüht, ist damit länger haltbar und ihr Verzehr somit vollkommen ungefährlich.

Weißwurstproduktion durch die Jahrhunderte

Wer die Weißwurst nicht nur gerne isst, sondern sich auch für ihre Geschichte interessiert – und dabei ist vor allem die Herstellungsgeschichte gemeint – ist in Norbert Wittmanns Weißwurstmuseum in Neumarkt goldrichtig.

Eines wird auf den ersten Blick klar: eine Weißwurst genussfertig zu machen, war früher ein richtiger Knochenjob. Eingebettet in Wittmanns Familienbetrieb, einer traditionsreichen Metzgerei mit Hotelgasthof, ist eine komplette historische Metzgerei-Ausstattung.

Weißwurstmuseum Neumarkt
Quelle Metzgerei Hotel Gasthof Wittmann, Neumarkt
Weißwurstmuseum Neumarkt
Quelle Metzgerei Hotel Gasthof Wittmann, Neumarkt

Sie bildet das Herzstück des Metzgereimuseums und wird ergänzt durch über die Zeit hinweg zusammengesammelte Einzelstücke. Besichtigt werden können zum Beispiel Schlegel und Hackebeil aus dem 16. Jahrhundert. Damit wurde das Weißwurstfleisch, das übrigens zur Hälfte aus Kalbfleisch bestehen muss, unter großem Kraftaufwand zu Brei zerschlagen.

Aus dem 17. Jahrhundert stammende Wiegemesser, ein Hackstock aus dem 18. Jahrhundert und ein historischer hölzerner Kühlschrank, dessen Kühleis immer wieder manuell „nachgeladen“ werden musste, geben einen kompletten Überblick über die Weißwurstproduktion der letzten Jahrhunderte.

Eigene Weißwürste herstellen und genießen

Weißwurstmuseum Neumarkt
Quelle Metzgerei Hotel Gasthof Wittmann, Neumarkt

Der besondere Clou am Neumarkter Weißwurstmuseum ist sicherlich, dass alle mitmachen können. Einzelinteressenten können sich für Wittmanns immer wiederkehrende Weißwurstakademie anmelden. Für Gruppen ab zehn Personen können Spezialtermine vereinbart werden.

Innerhalb von vier bis fünf Stunden stellen die Besucher dann unter professioneller Anleitung ihre eigenen Weißwürste her, und genießen sie: am besten aber vor dem 12 Uhr Läuten!

Feiern mit royaler Unterstützung

Wer nicht selbst zum Hackebeil greifen möchte, ist aber auch herzlich willkommen. Inmitten des Weißwurstmuseums können Familien- oder Firmenfeiern abgehalten werden. Maximal 35 Personen finden hier Platz.

Weißwurstmuseum Neumarkt
Quelle Metzgerei Hotel Gasthof Wittmann, Neumarkt

Und vielleicht schaut dabei ja die erste Bayerische Weißwurstkönigin Nadja vorbei. Wie sollte es auch anders sein, das blaue Blut stammt aus Wittmanns Familie. Nadja ist die Tochter des Hauses und kennt sich von klein auf bestens mit allem was mit der Weißwurst zu tun hat aus.

Eintritt und Führungen

Für alle, die einfach nur schauen wollen, ist der Zutritt zum Weißwurstmuseum nach Voranmeldung möglich.

  • 1 Besucher: 4€
  • 10 Besucher: 35€
  • 20 Besucher: 65€
  • über 20 Besucher: auf Anfrage

Führungen auf Deutsch und Englisch können für 40€ dazu gebucht werden.

Für die Weißwurstakademie werden 79€ bis 99€ fällig, je nachdem ob man auch Getränke zur Wurst haben möchte, oder nicht.

Adresse / Anfahrt: Wo liegt das Weißwurstmuseum?

Das Weißwurstmuseum findet ihr in der Bahnhofstraße 21 in 92318 Neumarkt in der Oberpfalz, mitten im Zemtrum der Stadt. Fast direkt gegenüberliegt der S-Bahnhof „Neumarkt“.

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