Jagd- und Fischereimuseum München
Bild: High Contrast / CC BY 3.0 DE

Wer in der Münchner Fußgängerzone Neuhauser Straße das Deutsche Jagd- und Fischereimuseum sucht, wird es von außen eventuell zunächst nicht erkennen, denn es befindet sich in einem ehemaligen Sakralbau. Die einstige Augustinerkirche bietet der Ausstellung, die unter den weltweiten Jagdmuseen als bedeutend gilt, einen würdigen Rahmen.

Die Geschichte des Deutschen Jagd- und Fischereimuseums

Um das Jahr 1900 entstand in der bayerischen Gesellschaft eine ausgeprägte Jagdleidenschaft und somit entstand auch der Wunsch nach einem entsprechenden Museum. Dias Bayerische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaften und Forsten erwarb darum einige Zeit später eine Geweihsammlung, die den Grundstock der Ausstellung bildet. Die sogenannte Arco-Zinneberg-Sammlung gewährte Einblicke in die Trophäen des 19. Jahrhunderts im Alpenraum.

Im Jahr 1934 kam es dann zur Museumsgründung und die Sammlung wurde stetig erweitert. Nur wenige Jahre darauf bezog das Museum Räume im nördlichen Flügel von Schloss Nymphenburg. Teile der Sammlung gingen während des Zweiten Weltkrieges verloren und auch die zukünftige Organisation wurde neu überdacht. 1958 wurde dann die Augustinerkirche als zukünftiger Standort ausgewählt. Bis zur Wiedereröffnung dauerte es jedoch noch bis 1966. Die Erweiterung um Fischereigeräte und Süßwasserfische erfolgte 1982. Durch die Erweiterung kam es dann auch zur Umbenennung in seinen heutigen Namen.

Sammlungen des Münchner Museums

Gezeigt wird in dem ungewöhnlichen Rahmen alles rund um Fischerei und Jagd im deutschsprachigen Raum. Auf drei Etagen werden verschiedene Dauerausstellungen und wechselnde Sonderausstellungen gezeigt. Diese widmen sich allen Aspekten von nachhaltiger Naturnutzung durch Jagd und Fischerei sowie den Themen Ökologie, Wildbiologie und Umweltschutz.

Besonders beeindruckend ist der prächtige Weiße Saal im ehemaligen Kirchenschiff. Dort zieren Geweihe die hohen Wände und Vitrinen mit historischen Jagdwaffen, die teilweise aus dem 15. Jahrhundert stammen, können beim Gang durch die Halle bewundert werden.

Abteilung Wasserwelten – Fischgeschichten

Auf einem Spaziergang durch die Wasserwelten von der Quelle zur Mündung, können Besucher hier den Fischen selbst und ihren Geschichten lauschen. Mit Hilfe von Augmented Reality und iPads, die an den Exponaten fest installiert sind, erzählen die Wasserbewohner von ihrer Welt, ihren Lebensräumen, aber auch von ihren Problemen. Gleichzeitig geben sie Anregungen, wie die Menschen ihnen helfen können. Auch verschiedene Gewässertypen und ihre Eigenheiten beim Thema Fischerei werden beleuchtet. Eröffnet wurde dieser Teil des Museums im Jahr 2017.

Der Wild-, Wald- und Wiesenpfad

Interaktiv in die Welt von Wildtieren entführt dieser 2015 eingerichtete Wild-, Wald- und Wiesenpfad. Heimische Wildtiere in Lebensraumdioramen sind ebenso Teil dieser Ausstellung wie Spielstationen, an denen man sein Wissen über die Wald- und Wiesenbewohner austesten kann. Zudem gibt es wissenswerte Informationen über die Arbeit und Aufgaben eines Jägers. Unter den präparierten Wildtieren befinden sich beispielsweise ein Riesenhirsch sowie ein Riesenbär.

Eintrittspreise und Öffnungszeiten: Nützliche Informationen für den Besuch

Das Museum ist täglich von 9:30 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet. Kassenschluss ist bereits um 16 Uhr. Im Gegensatz zu vielen anderen Museen ist hier ein Besuch am Montag möglich. Erwachsene zahlen einen Eintrittspreis von 5 Euro, ermäßigt kostet er 4 Euro. Eine Karte für Kinder ab 3 Jahren kostet 3 Euro. Zudem sind mehrere vergünstigte Gruppentarife möglich sowie der Erwerb von Jahreskarten.

Adresse

Neuhauser Str. 2, 80331 München

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