Die Bastei
Bild: Je-str / CC BY

Dort, wo die Elbe sich wie eine Schlange mit vielen Schleifen und Kurven durch die Felsformationen der sächsischen Schweiz schlingt, sind hoch oben über dem Tal Natur und Baukunst eine glückliche Ehe eingegangen. Gewaltige Urkräfte schufen spitz aufragende Nadelfelsen, die Menschen verbunden sie mit einer mutig geschwungenen Bogenbrücke.

Auf dem Malerweg zu luftigen Höhen

Wer von einem der umliegenden Städtchen wie Wehlen, Lohmen oder über fast 500 Stufen aus Rathen über abenteuerliche Aufstiege hoch zu den Aussichtsplattformen wandert, nutzt dafür Teile des historischen Malerweges. Der Weg erinnert an viele, die hier wirkten und an das wild romantische Meisterwerk, zu dem die unwirklich erscheinenden Felsformationen den großen Maler Caspar David Friedrich inspirierten. Die alte Brücke verbindet mit den nicht minder romantischen Ruinen der Felsenburg. Sie überragt die gewaltigen Felslandschaften, die die unbändigen Naturkräfte von der Kreidezeit bis in die Eiszeit geschaffen haben. Kegelförmige Basaltberge und steile Felswände aus Granit sind die Schauspieler auf dieser prächtigen Naturbühne.

Eine malerische Arche Noah im Elbsandsteingebirge

Wenn ihr die Basteibrücke und die verschiedenen Aussichtsplattformen am Basteiweg mitten im Nationalpark erreicht habt, entlohnen Euch wahrhaft märchenhafte Panoramen für all die Mühe. Felsen, die wie Nadeln aus den Wäldern ragen, das Elbtal zu Euren Füßen mit der wie ein Spielzeug wirkenden Fähre oder in die Ferne ziehenden Schiffen, friedliche Dörfer und Wiesen, mächtige Festungen und die Farben der Jahreszeiten klingen wie eine betörende Sinfonie für die Augen.

Im Frühling erblüht die Landschaft, im Sommer decken entzückende Sonnenuntergänge ihre Feuerstrahlen über das Land. Im Herbst färbt sich das Elbsandsteingebirge rot und Ocker und im Winter legt sich die weiße Decke des Schnees gemütlich und zauberhaft über alles Irdische. Keine menschliche Hand rührt an den meisten Flächen im wilden Nationalpark an die Natur. Wie eine Arche Noah ist der Park Heimstatt für seltene Tiere wie den Sperlingskauz, wundersame Insekten wie die gestreifte Quelljungfer, Schwarzstörche, Eulen und viele andere Bewohner. Bei aller Verzückung durch die Panoramen werft auch Blicke auf den Boden, wo wundervolle Blumen wie der Sumpfporst, der bizarre Alpen-Stachelbart oder der stolze Lerchensporn wachsen. Euch wird das erhebende Gefühl packen, ihr steht über den Dächern der Welt.

Spektakuläre Aussichtspunkte am Basteiweg

Links und rechts des Weges sind die Wehlsteinaussicht, die Basteiaussicht, die Ferdinandaussicht, das Kanapee und die Tiedgeaussicht erreichbar. Von jedem Punkt aus bietet sich ein anderes Bild voll wundersamer Formen und Weiten, die die Natur wie Skulpturen aus Trilliarden Quarzkörnern schuf. Die Wehlsteinaussicht zeigt Euch die gewaltige Felswand des Wehlgrundes. Die Basteiaussicht lenkt Euer Auge zur nahen Felsenburg. Die Ferdinandaussicht über der Felsenbühne entzückt mit den Farben der Granitfelsen. Kanapee und Tiedgeaussicht beschenken Euch mit dem wunderbaren Elbschleifenblick mit dem grünen Hinterland und wurden oft von den romantischen Malern als Standort für die Staffelei gewählt.

Die Blicke können bis ins Land der böhmischen Nachbarn reichen. Mit etwas Glück seht Ihr, am besten mit Fernglas, seltene und heute bedrohte Vögel wie die Turteltaube, die von April bis August die Felsen umfliegt und im Herbst und Winter nach Afrika zieht. Auf der Felsenburg könnt Ihr nachvollziehen, wie in früheren Jahrhunderten die Raubritter das Elbtal und Schiffe auf dem Fluss gierig betrachteten. Gemeinsam mit der Elbe schafft dieser Ort Sehnsucht und Romantik.

Hotel und Restaurant am Wegesrand

Westlich der Bastei, gleich am Zugang, gewährt Euch das Berghotel mit Restaurant kulinarische Genüsse nach anstrengender Wanderung oder Panorama-Abenteuer. Nach so viel Bewegung dürft Ihr Euch einen sächsischen Leckerbissen zu Dessert, das Oberlausitzer Quarkkeulchen mit heißen Sauerkirschen, guten Gewissens erlauben. Neben dem Hotel steht das Schweizer Haus, das die Informationsstelle Nationalpark mit Wander- und Fahrradrouten und ein Restaurant mit Terrasse birgt.

Adresse

Basteiweg, 01824 Lohmen

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