Rheinturm Lichtpegel Dezimaluhr
Bild: Ingo Valentin< / CC BY-SA

Markant ragt der Rheinturm im Süden der Düsseldorfer Innenstadt mit 240,5 Metern am Rheinufer in die Höhe. Auf 172,5 Metern befindet sich ein Restaurant, das sich drehend, einen umfassenden Blick über die Stadt bietet. Besonders hervorzuheben ist allerdings die, als Lichtzeitpegel bekannt, mit insgesamt 39 Bullaugen die Zeit über die Stadt strahlt.

Der Rheinturm

In drei Jahren, von 1979 bis 1982 erbaut, bildet der Rheinturm heute das Wahrzeichen der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt. In unmittelbarer Nähe zu Landtag und Medienhafen gelegen, beheimatet er in ca. 172 Metern Höhe ein Restaurant, das sich jede Stunde um die eigene Achse dreht und so einen beeindruckenden Panoramablick über Düsseldorf bietet.

Rheinturm Düsseldorf Restaurant Aussicht
Bild: Hermann Luyken / CC0

Dass die Plattform, auf der sich das Restaurant befindet, einmal am Tag seine Drehrichtung ändert, hat technische Gründe. So dreht sich das Restaurant mit seinen Besuchern in der Zeit von 13 Uhr mittags bis halb fünf am Nachmittag in eine, von sechs Uhr abends bis Mitternacht in die andere Richtung.

Unter dem Restaurant lädt eine Aussichtsplattform mit Bar zum Verweilen ein. Dabei lässt sich bei sehr gutem Wetter ein Blick auf Köln und das Bergische Land erhaschen, in Düsseldorf erscheinen alle großen Attraktion in Spielzeuggröße. So lassen sich der Medienhafen mit den faszinierenden Ghery Bauten, der Rhein oder die Altstadt von oben bestaunen.

Der Lichtzeitpegel: die größte Dezimaluhr der Welt Dezimaluhr

Ein weltweit einzigartiges Schauspiel bietet dem Besucher der Stadt eine aus 39 Bullaugen im Turmschaft konstruierte Dezimaluhr – der Lichtzeitpegel. Getrennt von Flugsicherheitsleuchten erstrecken diese sich unter insgesamt 62 Bullaugen über einen Abschnitt von 160 Metern. Um die Zeit zu lesen, die von den Lichtern dargestellt wird, müssen die abgetrennten Bereiche den Bullaugen scharf getrennt betrachtet werden. Während die trennenden Leuchten gelb erscheinen, zeigen die Augen mit weißem Licht tatsächlich die Zeit. Die roten Sicherheitsleuchten sind ebenfalls als Trennelemente eingebunden und befinden sich einerseits zwischen Stunden-Lichtern und Minuten-Lichtern und dann wieder zwischen Minuten-Lichtern und Sekunden-Lichtern.

Entwickler der kuriosen Uhr ist der aus Düsseldorf stammende Horst Baumann. Im Jahr 1974 hatte er von dem BCD-kodierten Zeitsignal der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig erfahren, die damit das Signal für alle Funkuhren im Land aussendet. Der Entwickler wollte für Düsseldorf daraufhin eine Zeitanzeige in eben jener BCD-Kodierung entwerfen. Weil die ursprünglich dafür vorgesehene Oberkasseler Rheinbrücke wegen zu wenigen Lichtelementen ausfiel, kam Baumann die Planung für den Rheinturm sehr gelegen. Zufällig passte die dort geplante Anordnung von Bullaugen und Flugsicherheitsfeuern genau zu seinen Anforderungen an die Zeitanzeige. Natürlich richtet sich die angezeigte Zeit entsprechend dem Signal aus Braunschweig, das sie ebenfalls abbildet. Im Sekundentakt empfängt die Antenne auf dem Rheinturm ein aus Frankfurt weitergeleitetes Signal aus Braunschweig, das dann die exakte Zeitanzeige durch die Bullaugen reguliert.

Weil dafür nur 39 der im Turm insgesamt verbauten 62 Bullaugen benötigt werden, kommen diesen bestimmte Funktionen in der Konstruktion zu. So dienen Sie als Trennlichter zwischen den Uhr-Elementen, signalisieren aber gleichzeitig volle Stunden und volle Minuten.

Eintritt und Öffnungszeiten

Das Qomo Restaurant von Sonntag bis Donnerstag von 18:00 bis 01:00 Uhr, sowie freitags, samstags und an Feiertagen bis 02:00 Uhr. Bar, Aussichtsplattform und Lounge haben Sonntag bis Donnerstag von 10:00 bis 00:00 Uhr, freitags und samstags bis 01:00 Uhr geöffnet.

Adresse

Stromstraße 20, 40221 Düsseldorf

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