Laboe Marine-Ehrenmal
Bild: James Steakley / CC BY-SA

Das Laboe Marine-Ehrenmal ist ein Denkmal an die im ersten Weltkrieg gestorbenen Soldaten der Marine. Der 85 Meter hohe, imposante Turm mit einer äußerst interessanten Architektur und einer weithin sichtbaren Silhouette ist allerdings außerhalb von Kiel kaum bekannt – zu Unrecht.

Geschichte des Wahrzeichens der Kieler Außenförde

Das ist fraglos die über der Ostsee des Laboe Marine-Ehrenmals. Das Denkmal wurde mit Zustimmung des deutschen Marinebunds in den Jahren 1927 bis 1936 als offizielle Gedenkstätte für die im Ersten Weltkrieg gefallenen deutschen Marinesoldaten erbaut. Die Grundsteinlegung erfolgte 1927 auf dem Gelände eines ehemaligen Panzerturms der früheren Kieler Hafenbefestigung. Es gab zwei hauptsächliche Bauphasen. Die erste fand im Jahr 1929 aufgrund der beginnenden Wirtschaftskrise ein abruptes Ende. Erst im Jahr 1933 wurden die Bauarbeiten fortgesetzt und drei Jahre später im Jahr 1936 beendet. Die feierliche Einweihung durch Adolf Hitler fand am 30. Mai 1936 statt.

Zahlen und Fakten: Einige Eckdaten zum Laboe Marine-Ehrenmal

Der Turm des Denkmals ragt 72 Meter über N. N. in die Höhe. Bis zur Oberkante der Brüstung auf der Aussichtsplattform beträgt die Höhe, 85 Meter über N. N. Die Aussichtsplattform ist über 341 Stufen oder zwei Aufzüge erreichbar. Von oben hat der Besucher eine einmalige Sicht über die Ostsee. An klaren Tagen kann man bis zu den dänischen Inseln blicken.

Die gesamte 5,7 ha große Denkmal-Anlage besteht aus vier Teilen: der Turm, ein 7.000 m² großer Innenhof, eine historische Halle sowie eine weitere, unterirdische Gedenkstätte. Die historische Halle enthält zahlreiche Exponate zur Geschichte der Schifffahrt, der deutschen Marine und der Handelsschifffahrt. 1972 wurde das U-Boot U 995 als weiteres Kriegsdenkmal am Strand direkt unterhalb des Ehrenmals aufgestellt.

Das U-Boot dient als technisches Museum und kann auch von innen besichtigt werden. Das Marine-Ehrenmal gehört seit 2008 zum Netzwerk deutscher Denkmale und Erinnerungsorte, auch als Straße der Monumente bekannt.

Das Schicksalsjahr 1946

Das Laboe Marine-Ehrenmal wurde im Zweiten Weltkrieg zwar teilweise geplündert aber selber kaum beschädigt. Mit Kriegsende wurde das Denkmal von den britischen Besatzungstruppen beschlagnahmt und gleichzeitig der deutsche Marinebund aufgelöst. Im Jahr 1946 beschloss dann der alliierte Kontrollrat alle nationalsozialistischen Museen und Denkmäler in Deutschland zu zerstören. Das wäre auch das Ende des Laboe Marine-Ehrenmals gewesen, doch man war der Meinung, dass das Denkmal nicht den Krieg verherrliche, sondern vielmehr eine Ehrung für die im Dienste des Landes gefallenen Angehörigen der Marine sei. Daher wurde eine Zerstörung verworfen. Im Jahr 1952 wurde der deutsche Marinebund neu gegründet. Zwei Jahre später, im Jahr 1954 gaben die Alliierten das Marine-Ehrenmal an diesen zurück.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Das Ehrenmal ist ab 01. April bis 31. Oktober von 09:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Vom 01. November bis 31. März von 10:00 bis 16:00 Uhr. Für Erwachsene kostet die Eintrittskarte 6,50 €. Die Besichtigung des U-Boot U 995 kostet 5,00 € (Kombikarte 10 €). Schüler, Studenten, Soldaten und Jugendliche (6-17 Jahre) zahlen einen ermäßigten Preis von 4,50 €.

Adresse

Strandstraße 92, 24235 Laboe

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