Deutsches Epilepsiemuseum
Bild: epilepsiemuseum.de

Ein Ort, der Interesse für ein besonderes Thema weckt – Das Deutsche Epilepsiemuseum

Das Deutsche Epilepsiemuseum in Kehl-Kork ist untrennbar mit dem Namen seines Gründers Dr. med. Hansjörg Schneble verbunden, der sich beruflich lange Jahre mit dieser vielschichtigen Krankheit beschäftigt hat. Die Faszination für diese Krankheit, die schon seit Jahrtausenden bekannt ist, haben ihn schließlich dazu bewogen ein Museum zu eröffnen, welches sich diesem Thema widmet.

Nach dem es seine Pforten zunächst nur in provisorischen Räumlichkeiten öffnen konnte, hat es in den Räumen des Handwerksmuseums in Kork inzwischen ein festes Domizil gefunden. Die 6 Räume, die das Deutsche Epilepsiemuseum dort belegt, entführen einen in eine für die meisten Menschen fremde Welt. Obwohl Epilepsie relativ weit verbreitet ist und Schätzungen davon ausgehen, dass bis zu 1 Prozent aller Menschen unter dieser Krankheit leiden, haben viele noch ein falsches Bild von Epilepsie und verbinden oft irreführende Vorstellungen mit dieser Krankheit.

Um diese Missverständnisse auszuräumen und deutlich zu machen was Epilepsie überhaupt ist, zeigt das Museum viele verschiedene Ausstellungsstücke aus verschiedenen Themenbereichen, die alle unterstreichen, welche Bedeutung Epilepsie in der Medizingeschichte hat.

Von Herakles bis Napoleon – viele bekannte Persönlichkeiten waren Epileptiker.

Ebenso alt wie die Krankheit selbst, sind auch die Versuche diese zu heilen. Dies führte in der Vergangenheit immer wieder zu kuriosen Behandlungsmethoden und Gerätschaften, mit denen Epilepsie bekämpft wurde. Auf der anderen Seite boten die Erkenntnisse über Epilepsie, die im Laufe der Jahrhunderte gesammelt wurden, auch immer einen Ansatz für weitere Forschungen und Behandlungsmethoden.

Der Umgang mit Epilepsie in der Vergangenheit ist einer der Themenschwerpunkte des Museums, welches aufgrund der jeweiligen Kenntnisse über epileptische Krankheiten auch den generellen gesellschaftlichen Entwicklungstand einzelner Epochen aufzeigt. Insbesondere der Bezug der Vergangenheit zur Gegenwart ist ein sehr wichtiger Themenkomplex, dem in dem Deutschen Epilepsiemuseum viel Aufmerksamkeit zuteilwird.

Das Deutsche Epilepsiemuseum informiert alle aktuellen Erkenntnisse über diese Krankheit.

Deutsches Epilepsiemuseum
Bild: epilepsiemuseum.de

Der Teil der Ausstellung des Deutschen Epilepsiemuseums, der sich intensiv mit Epilepsien und dem Umgang mit Ihnen in der Gegenwart beschäftigt, zeigt unter anderem welche Diagnoseverfahren und auch Therapiemöglichkeiten es gibt. Das Deutsche Epilepsiemuseum mit seinen vielfältigen Ausstellungsstücken, durch die auch Personen, die zuvor nichts oder nur wenig über diese Krankheit wussten, interessante Einzelheiten über Epilepsien erfahren, hat den Anspruch allen Aspekten der Epilepsie dokumentarisch gerecht zu werden.

Aus diesem Grund sieht sich das Museum in stetiger Entwicklung und ist immer sehr bemüht neue Erkenntnisse über Epilepsie in seine Ausstellung einzubinden. Durch die sehr charmante Art und Weise, mit der das Deutsche Epilepsiemuseum sich einem sehr komplexen Thema widmet, ist ein Besuch dieses sehr liebevoll gestalteten Museums ein interessantes Unterfangen, welches sehr viel spannender und aufschlussreicher ist, als es im Vorfeld den Anschein macht.

Öffnungszeiten und Preise

Geöffnet sonntags von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Eintritt frei

Adresse

Oberdorfstraße 8, 77694 Kehl

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